US-Botschaft stellt Journalisten Verhaltensregeln für Saudi-Arabien auf – ausgerechnet Trump bricht sie

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DONALD TRUMP
US-Botschaft stellt Journalisten Verhaltensregeln für Saudi-Arabien auf – ausgerechnet Präsident Trump bricht sie | Jonathan Ernst / Reuters
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Viel kann schief gehen, wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen treffen. Manchmal kann schon eine harmlose Geste Anlass für Ärger sein - weil ihr in einem anderen Teil der Welt eine andere Bedeutung zukommt.

Vor solchen Fauxpas wollte die US-Botschaft Journalisten warnen, die mit US-Präsident Donald Trump nach Saudi-Arabien gereist sind.

Die Verhaltensregel zählen neun Tabus auf, die die Journalisten im saudischen Königreich besser meiden sollten. Annie Karni schreibt für das US-Magazin "Politico" und hat die Liste auf dem Kurznachrichtendienst geteilt.

Beim Lesen fällt auf: Als neunter Punkt wird vor einer Geste gewarnt, die zu Donald Trumps Standard-Repertoire von Gesten gehört.

Hat Trump sich daran gehalten?

Gemeint ist der "Daumen hoch". Die Geste gilt im arabischen Raum als unhöflich - denn sie demonstriere Überlegenheit, berichtet die britische Zeitung "The Independent".

Auch der US-Präsident dürfte die Verhaltensregeln kennen. Hat er sich bei seinem Besuch daran gehalten? Natürlich nicht.

Dem saudischen König Salman ibn Abd al-Aziz scheint es nicht gestört zu haben. Bei seiner Reise ins Ausland zeigte auch bereits den nach oben deutenden Daumen, wie ein Bild auf Twitter beweist.

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