Journalist Matussek empört mit wirrer Lobeshymne auf Rechtsradikale

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Journalist Matussek empört mit wirrer Lobeshymne auf Rechtsradikale | dpa
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  • Mit einer wirren Lobeshymne auf die rechtsradikale Identitäre Bewegung hat Journalist Matussek für Empörung gesorgt
  • Er finde die Gruppierung "einfach geil", schrieb Matussek

Der Ex-"Spiegel"-Journalist Matthias Matussek hat mit einem wirren Facebook-Beitrag für Empörung gesorgt.

Auf der Facebook-Seite der Publizistin Liane Bednarz verfasste Matussek eine Lobeshymne auf die rechtsradikale Identitäre Bewegung.

Mitglieder der Identitären hatten am Freitag versucht, das Justizministerium in Berlin zu blockieren. Rund 50 Anhänger der Bewegung sollen laut Polizei versucht haben, das Gebäude zu stürmen.

Ziel der Gruppe plane eine Kulturrevolution, "die Deutschland nach Rechtsaußen führt", analysiert etwa der Deutschlandfunk.

Die Gruppierung ist bekannt für ihre medienwirksamen Auftritte.

Genau das scheint Matussek zu gefallen: die provokativen Aktionen der Identitären. Auf Facebook schrieb er: "Ich möchte grundsätzlich klarstellen: Ich verabscheue jeden Rechtsbruch der Antifa und anderer Idioten", begann er, und bezog sich auf ähnliche Aktionen linker Aktivisten.

"Aber wenn es um die lustigen Aktionen der Identitären geht, die ja für eine gerechte Sache kämpfen, da muss ich... sorry ... muss ich einfach ein Auge zudrücken. Weil ich die einfach so geil finde."

Die Journalistin Bednarz teilte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter einen Screenshot des Beitrags.

Der geschmacklose Provokateur

War das Ironie? Der Journalist liebt die Provokation.

Nach den Anschlägen in Paris sorgte er für Entsetzen, als er die Gewalttaten für eine Debatte über die Asylpolitik instrumentalisieren wollte.

Nachtrag 23.5.: In eine, Facebook-Beitrag kommentiert Matussek derweil den kurzen Bericht der HuffPost:

"Man muss sich das mal vor Augen führen: die Berliner Identitären, die APO von heute, haben zivilen Ungehorsam gezeigt und das Justizministerium symbolisch blockiert an dem Tag, an dem es ein die ganze Republik empörendes Zensurgesetz in geschmeidiger Routine ins Parlament bringt- und die sogenannten "Journalisten" Liane Bednarz und Huffington Post haben meine Zustimmung dazu als "Wirre Lobeshymne auf Rechtsradikale" bezeichnet. Mit dieser peinlichen Arschrkriecherei für den mittlerweile komplett entkoppelten Regierungsapparat, mit diesem Hilfssheriffstum für die Herrschenden, hättet ihr "Journalisten" zu Zeiten der Alten APO in keinem Lokal noch ein Bier gekriegt!!'"

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