IS-Terroristen sollen Menschen-Experimente mit Gift durchgeführt haben

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MOSUL UNIVERSITY
Der IS soll in der Universität von Mossul Menschenexperimente durchgeführt haben | Marko Djurica / Reuters
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  • Offenbar hat der islamische Staat tödliche Menschenexperimente durchgeführt
  • Irakische Truppen stießen in Mossul auf Dokumente, die Gift-Tests schildern
  • Auf diese Weise sollten wahrscheinlich Anschläge vorbereitet werden

Offenbar hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) tödliche Experimente an Menschen durchgeführt, um Gift-Anschläge vorzubereiten.

Irakische Truppen haben in der Universität von Mossul Papiere gefunden, die darauf hindeuten, dass der IS Tests durchgeführt hat, die an die Experimente des KZ-Arztes Joseph Mengele in Auschwitz erinnern. Das berichtet die britische "Sunday Times".

Demnach soll in der Universität die Wirkung von Giften an mindestens zwei Opfern getestet worden sein, die bei den Experimenten ums Leben kamen.

Einem der Opfer soll Thallium Sulfat ins Essen gemischt worden sein, ein farbloses, geschmackloses Salz, das wasserlöslich ist. Der Mann bekam Fieber, Übelkeit und Schwellungen im Unterleib und im Gehirn, bevor er zehn Tage später starb.

Amerikaner und Briten bestätigen die Echtheit der Papiere

Einem anderen Opfer soll ein auf Nikotin basierendes Gift gespritzt worden sein. Es wurde sofort bewusstlos und verstarb wenige Stunden später.

Nach Angabe der "Sunday Times" wurde die Echtheit der Papiere von britischen und amerikanischen Kräften vor Ort bestätigt. Sie befürchten, dass der IS auf diese Weise Anschläge auf Menschen in westlichen Ländern vorbereiten will.

Die verwendeten Substanzen würden als Pestizide verwendet und seien leicht erhältlich. Es sei möglich, mit ihnen Essen oder Trinkwasser zu vergiften.

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(ks)

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