Afghanisches Innenministerium: Deutsche Frau in Kabul getötet

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KABUL
Afghanisches Innenministerium: Deutsche Staatsbürgerin in Kabul getötet | MivPiv via Getty Images
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Eine Deutsche ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet worden. Das sagte der Sprecher das afghanischen Innenministeriums, Nadschib Danisch, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Frau sei vor ihrer Unterkunft im siebten Polizeidistrikt der Stadt angegriffen worden, teilte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Sonntag mit. Ein Wachmann sei getötet, ein finnische Frau entführt worden.

"Wir können nicht sagen, ob der Zwischenfall einen kriminellen oder terroristischen Hintergrund hat, aber eine Untersuchung läuft", sagte der Sprecher des Innenministeriums. Die Täter seien entkommen.

Sicherheitslage in Afghanistan hat sich dramatisch verschlechtert

Wegen der schlechten Sicherheitslage hatten ausländische Organisationen ihre Maßnahmen zuletzt weiter verstärkt.

So hatte die staatliche deutsche Entwicklungshilfsorganisation GIZ im Mai erklärt, ihre Büros im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul aufzugeben. Sie zog in ein schwer gesichertes Lager am Stadtrand.

Das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif war schon im Winter nach einem Angriff der Taliban in das deutsche Militärlager umgezogen. 2015 waren zwei Mitarbeiter der GIZ entführt worden. Mittlerweile hat sich die Zahl der deutschen und internationalen Mitarbeiter von rund 200 auf rund 100 verringert.

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