"Helfen Sie mir": Erdogans Leibwächter verprügelt Frau - jetzt wendet sie sich an US-Präsident Trump

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Brutale Szenen haben sich beim Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington abgespielt. Videoaufnahmen zeigen, wie die Leibwächter des Präsidenten vergangene Woche auf kurdische Demonstranten losgegangen sind. Elf Menschen wurden laut Medienberichten verletzt.

Eines der Opfer hat sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort gemeldet. Ceren Borazan postete ein Bild, das sie im Würgegriff von einem der Leibwächter zeigt.

Dann wendete sie sich an Trump

In einem weiteren Tweet hat sich die Frau direkt an US-Präsident Donald Trump gewendet. Sie teilte abermals das Bild und schrieb dazu: "Lieber Präsident, ich werde auf diesem Foto attackiert. Ich wurde angegriffen von diesem Mann, gewürgt, weil ich demonstriert habe. Bitte helfen Sie mir, den Mann zu finden und zu belangen."

Gegenüber dem US-Sender NBC schilderte Borazan den Vorfall. Sie habe nur friedlich demonstriert, als der Mann sie attackiert habe. Sie wurde am Auge verletzt. Alles, was sie wolle, sei Gerechtigkeit, sagte sie dem Sender.

"Das darf in den USA nicht passieren"

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen hat der US-Senator John McCain die Ausweisung des türkischen Botschafters gefordert. "Offenbar war er (der Botschafter, Anm. d. Red.) zuständig für die Gruppe von Banditen, die US-Gesetze verletzt und Leute geschlagen haben", sagte McCain dem Sender ABC. "Das ist eine Schande und sollte in den Vereinigten Staaten nicht passieren."

Borazan stimmte gegenüber NBC dieser Maßnahme zu.

Am Freitag sorgte eine weitere Videoaufnahme aus Washington für Aufregung
. Sie zeigt den türkischen Präsidenten, wie er ruhig die Prügelei vor sich betrachtet.

Der Vorfall könnte noch ein diplomatisches Nachspiel haben.

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(jg)