"FDP ist eine blasse Kopie der AfD": Die abstrusesten Aussagen von AfD-Spitzenkandidat Gauland im "Welt"-Interview

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ALEXANDER GAULAND
Alexander Gauland tritt als Spitzenkandidat der AfD bei der Bundestagswahl im September an | Wolfgang Rattay / Reuters
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Der AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Alexander Gauland, hat der Zeitung "Die Welt" ein Interview gegeben. Das Gespräch enthält mehrere bemerkenswerte Aussagen.

Hier die abstrusesten Antworten Gaulands im Überblick:

"Die FDP ist nur eine blasse Kopie der AfD."

Dennoch gäbe es in der Partei Personen, die einen populistischen Gestus haben und der AfD daher Konkurrenz machen könnten, sagte Gauland. Als Beispiel führt er hier FDP-Vize Wolfgang Kubicki an.

Der fällt zwar immer wieder mit deutlichen Ansagen auf. Eine "blasse Kopie" der Rechtspopulisten ist die AfD aber nun wirklich nicht.

“Welche rechten Protestfiguren hätten wir denn, die bundesweit bekannt wären?”

... entgegnete Gauland auf die Feststellung des Interview führenden Reporters Matthias Kamann, dass die AfD als Protestpartei im rechten Spektrum radikale oder gar extreme Figuren anziehe. Kamanns Konter: Björn Höcke.

Der Fraktionsvorsitzende der Thüringer AfD referierte in der Vergangenheit über "evolutionäre" Unterschiede zwischen Afrikanern und Europäern und fand es unfair, dass Adolf Hitler als absolut böse dargestellt werde, da es in der Geschichte kein Schwarz und Weiß gäbe.

Zuletzt sorgte Höcke im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Jungen Alternative für Empörung, weil er das Holocaust-Mahnmal in Berlin als “Denkmal der Schande” bezeichnete.

Bundesweite Schlagzeilen für die Aussagen Höckes folgten.

“Höcke ist kein rechter Spinner.”

So verteidigte Gauland seinen Parteikollegen. Die Dresdner Rede, für die der thüringische AfD-Vorsitzende Höcke innerhalb und außerhalb seiner Partei in die Kritik geraten war, halte er jedoch “nicht für der Weisheit letzten Schluss”.

Was für eine Umschreibung für einen Mann, bei dem "Rechtsaußen" noch eine milde Einordnung zu sein scheint.

“Die Umformung des deutschen Volkes durch Angela Merkel” werde im Fokus des Wahlkampfes der AfD stehen.

Kanzlerkandidat Martin Schulz stelle hingegen keine Bedrohung für die AfD mehr dar, sagte Gauland.

Mit einem Begriff wie "Umformung" zeigt auch Gauland, welche Geisteshaltung hinter seinen Aussagen steckt.

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