Im Wahlkampf hatte Trump eine böse Vorahnung, was mit den USA passiert – jetzt bestätigt sie sich

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DONALD TRUMP
Eine US-Talkshow zeigt: Trump warnte im Wahlkampf vor sich selbst | Kevin Lamarque / Reuters
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Die USA versinken im Polit-Chaos.

Donald Trumps Entlassung des FBI-Direktor James Comey hat viele Fragen aufgeworfen. Die Begründungen des Weißen Hauses für die Entscheidung widersprechen sich und Trumps Twitter-Tiraden untergraben seine Glaubwürdigkeit mehr und mehr.

“Ich wünschte jemand hätte uns vorgewarnt”, klagte auch US-Entertainer Seth Meyers in seiner Late-Nightshow am Donnerstagabend über den Irrsinn in Trumps Weißem Haus.

Doch die Ironie des Moderators wurde bald deutlich. Denn ein Ausschnitt einer Trump-Rede aus dem Wahlkampf zeigt: Keiner hat so präzise vor dem gewarnt, was Donald Trump mit den USA anrichtet, wie Donald Trump selbst.

Parallelen zwischen Clinton und Trump

Es handelt sich um folgendes Zitat aus einer Wahlkampfrede von Oktober 2016: “Diese Wahl wird darüber entscheiden, ob die Vereinigten Staaten ein freies Land im wahren Sinne des Wortes bleiben, oder ob sie sich in eine korrupte Bananenrepublik verwandeln, die von großzügigen Kreditgebern und ausländischen Regierungen kontrolliert werden.”

Trump bezog sich damit auf seine Konkurrentin Hillary Clinton, die zu diesem Zeitpunkt wegen ihrer Email-Affäre ins Visier des FBI gerückt war.

Weiterhin verurteilt Präsidentschaftskandidat Trump in dem Clip die “geheimen Abmachungen und Korruption höchsten Grades” des Clinton-Lagers und verspricht, im Falle seines Wahlsiegs einen Sonderermittler einzusetzen, um den Fall untersuchen. Der Ausruf “Lock her up” (dt. "Sperr sie ein") war ein beliebter Wahlkampfslogan der Trump-Anhänger.

Zurück aus der Zukunft?

Nun, da Trump selbst zum Ziel von Ermittlungen geworden ist, bekommen seine Worte eine andere Bedeutung. “Es scheint fast so, als sei Donald Trump ein Zeitreisender, der geschickt wurde, um uns vor sich selbst zu warnen”, kommentierte Seth Meyers.

Am Mittwoch gab der stellvertretende Justizminister der Vereinigten Staaten bekannt, dass er den ehemaligen FBI-Direktor Robert Mueller als Sonderermittler in der Russland-Affäre eingesetzt habe. Präsident Trump bezeichnete das Vorgehen als “die größte Hexenjagd auf einen amerikanischen Politiker, die es je gegeben hat.”

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(jg)

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