US-Flugzeuge bombardieren Assad-freundliche Truppen in Syrien

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US AIR FORCE SYRIA
Eine amerikanisch F-16 wird in der Luft für Einsätze in Syrien und im Irak betankt | Hamad I Mohammed / Reuters
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  • Die USA haben Assad-freundlichen Milizen in Syrien bombardiert
  • Dabei wurden offenbar acht Menschen getötet
  • Es ist bereits der zweite amerikanische Angriff auf Truppen des Assad-Regimes

Die USA haben einen Luftangriff auf Truppen des syrischen Machthabers Assad und verbündetet Militzen geflogen. Bei der Attacke im Süden des Landes sollen acht Menschen getötet worden sein.

"Die meisten der Getöteten gehörten zu Milizen, die loyal zum syrischen Regime waren, und sind keine Syrer", sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe zudem Verletzte.

Die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition hatte die Gruppe am Donnerstag nach eigenen Angaben angegriffen, weil sie sich nordwestlich des Ortes At-Tanf innerhalb einer "Deeskalationszone" bewegt habe, in der sich Koalitionskräfte aufgehalten hätten. Diese hätten seit Monaten innerhalb dieser Gegend operiert, um Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auszubilden.

Ein Vertreter des Pentagons, der nicht namentlich zitiert werden wollte, sagte, ein Kommandeur der Anti-IS-Koalition habe entschieden, dass die Regierungstruppen eine Gefahr für Mitglieder der Koalition dargestellt hätten.

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Daraufhin seien zunächst Warnschüsse abgegeben worden. Schließlich habe man den Luftangriff ausgeführt. Zuvor soll Russland versucht haben, die regimefreundlichen Kräfte davon abzuhalten, sich weiter zu nähern. Die russischen Versuche seien jedoch ohne Erfolg geblieben.

Es ist bereits der zweite Angriff von US-Kräften auf Truppen des syrischen Regimes. Nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff hatte US-Präsident Donald Trump Ende März einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Armee angegriffen.

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