Warum lauter Österreicher vom Arbeitsamt einen Job als Porno-Darsteller angeboten bekommen

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Das österreichische Arbeitsamt ist vermutlich Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. | ullstein bild via Getty Images
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Zu einer äußerst peinlichen Panne ist es vor kurzem beim österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) gekommen. Dabei handelt es sich quasi um die Agentur für Arbeit unseres Nachbarlandes.

So werden sich die Jobsuchenden vor Verwunderung ziemlich die Augen gerieben haben, als sie die jeweiligen Angebote zu ihren zukünftigen Jobs auf der Seite durchforsteten.

Denn auf der Systemseite, auf der eigentlich nur Stellenangebote einsehbar sind, standen diesmal die Links zu diversen Sexfilmen.

Sexfilme, Escort-Service oder Porno-Darsteller

Doch es kam noch schlimmer: Auch Stellenanzeigen waren verlinkt. Wer also ganz unbescholten nach Anstellungen als Betriebswirt oder Bankangestellter suchte, bekam Angebote als Escort-Dame oder – festhalten – Porno-Darsteller angezeigt.

Während diese Angebote vielleicht manch einem Arbeitssuchenden geschmeichelt haben mag, war die Empörung bei vielen anderen groß. Sie informierten umgehend die Behörde.

Wie diese Inhalte genau auf die Seite gekommen sind, ist bisher noch nicht klar. Auf jeden Fall handle es sich um einen "Fehler im System“, sagte eine Sprecherin des AMS gegenüber der Zeitung "Der Standart“. Die EDV-Abteilung prüfe gerade, wie dies passieren konnte.

"Jemand eingedrungen“

Scheinbar sei "jemand bei uns eingedrungen“, wie die AMS in einer Pressemitteilung erklärte. Callgirl-Stellen vermittle man nicht. "Das ist auch ein selbstständiges Gewerbe“, so die Sprecherin des AMS.

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(ujo)