Norwegischer Öl-Milliardär gibt größten Teil seines Vermögens auf, um ein Problem der Menschheit zu lösen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SCHIFF
REV
Drucken

Der norwegische Geschäftsmann Kjell Inge Røkke war bislang nicht gerade für sein grünes Engagement bekannt. Er hat sein Vermögen mit der Offshore-Bohrfirma Aker gemacht.

Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" hat den Milliardär mal als "rücksichtslosen Unternehmensplünderer" bezeichnet - denn Røkke war für seine profitorientierten Übernahmen bekannt.

Aber der Norweger hat nun offenbar seine philantrophische Ader entdeckt. Røkke hat sich entschieden, den "Löwenanteil" seines Vermögens, das auf 2,7 Milliarden Dollar geschätzt wird, einem Umweltprojekt zu geben.

"Ich will etwas zurückgeben"

Das Research Expedition Vessel (REV) ist ein Schiff, das das Meer erforscht. Doch es soll nicht nur wissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen - sondern auch bis zu fünf Tonnen Plastik am Tag aus dem Meer fischen können und einschmelzen.

"Ich will der Gesellschaft etwas zurückgeben", erzählte Røkke der norwegischen Zeitung "Aftenposten". "Dieses Schiff ist ein Teil davon."

Das REV ist ein Projekt, das gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) startet. Auf der Mega-Yacht sollen 60 Wissenschaftler und außerdem eine 40-köpfige Crew Platz haben. Das Schiff wird mit modernen Laboren, Helikopterlandeplätzen, einem Auditorium, einem U-Boot und High-Tech-Geräten zum Untersuchen der Meere ausgestattet.

"Sehr dringender Bedarf nach Wissen und Lösungen"

Das Meer habe laut Røkke "seinen wichtigen Wert für die Gesellschaft bewiesen". Und außerdem natürlich für ihn und seine Familie.

"Doch die Ozeane sind durch Überfischung, Verschmutzung der Küsten, Zerstörung von Lebensräumen, Klimawandel, der Übersäuerung und - eine der dringlichsten Herausforderungen - Plastikmüll unter größerem Druck als jemals zuvor", sagt Røkke. Deshalb sei der Bedarf nach Wissen und nach Lösungen sehr wichtig.

Mehr zum Thema: Mit diesem riesigen Kamm will eine junge Architektin das Müllproblem in den Ozeanen lösen

Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace.

(bp)