"Identitäre Bewegung" versucht, Bundesjustizministerium zu stürmen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
IDENTITRE
Identitäre Bewegung versucht, Bundesjustizministerium zu stürmen | dpa
Drucken

Rund 50 Mitglieder der "Identitären" Bewegung haben laut Polizei versucht, das Bundesjustizministerium in Berlin zu stürmen.

Ein Sprecher der "Identitären" sagte der HuffPost, das Ministerium sei nicht gestürmt worden. Es gehe lediglich um eine "Protestaktion vor dem Ministerium". Die Protestaktion gegen das Hate-Speech-Gesetz von Justizminister Heiko Maas laufe noch, "bis die Polizei unsere Aktion auflöst“.

Letztlich scheiterte die Gruppe daran, in das Ministerium einzudringen.

Demonstration der "Identitären" unangemeldet

Die "Identitäre Bewegung" war am Freitag vor dem Bundesjustizministerium aufmarschiert, um gegen Ressortchef Heiko Maas (SPD) zu protestieren. Nach Polizeiangaben versammelten sich etwa 50 Menschen zu einer unangemeldeten Demonstration.

Die Anhänger der Gruppe skandierten Sprüche wie «Maas muss weg» und hielten ein Transparent mit der Aufschrift "Zensurministerium". Es organisierte sich eine spontane Gegendemonstration gegen die rechte Aktion - mit Plakaten wie «Nazis raus».

Die "Identitäre Bewegung" wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie wendet sich gegen vermeintliche Überfremdung. Die Gruppe hat schon mehrfach mit Protestaktionen auf sich aufmerksam gemacht. Im vergangen August besetzte sie kurzzeitig das Brandenburger Tor.

Justizminister Maas ist seit längerem eine Feindfigur für die rechte Szene, weil er sich gegen Rechtsextremismus stark macht. In wenigen Tagen erscheint auch ein Buch des Ministers mit dem Titel: "Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts."

Mit Material der dpa

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Korrektur anregen