Schwere Vorwürfe: Hat Erdogan seinen Bodyguards die Prügel-Orgie in Washington befohlen?

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Die Ausschreitungen in Washington beim Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan belasten die Beziehungen der beiden Länder.

Vor der Botschaft in Washington hatten türkische Sicherheitskräfte kurdische Demonstranten angegriffen (siehe Video oben). Dabei wurden nach Angaben des britischen "Guardian" neun Menschen verletzt. Zwei Personen wurden festgenommen.

Jetzt werden brisante Anschuldigungen laut: Der türkische Präsident Erdogan soll seine Bodyguards persönlich zu der Gewalttirade angestachelt haben. Mahir Zeynalov, Chefredakteur der "Globe Post“, postete bei Twitter ein Video des US-Magazins "The Voice of America“, das zeigen soll, wie Erdogan aus seiner Limousine heraus die Befehle erteilt.

Dazu schrieb Zeynalov: "Es scheint, als wenn Erdogan (im Auto) seinen Sicherheitsleuten Befehle gibt, die Demonstranten in Washington zusammenzuschlagen.“

Auch andere Journalisten erheben aufgrund der Bilder ähnliche Vorwürfe.

Aufnahmen zeigen, wie Sicherheitsmänner mit jemandem im Auto beraten. Im Hintergrund gehen andere Bodyguards auf die Demonstranten los.

Der US-Senator John McCain hat als Antwort auf die Vorkommnisse die Ausweisung des türkischen Botschafters aus Washington verlangt. “So etwas kann nicht ohne diplomatische Antwort bleiben", sagte McCain. Der Senator erklärte weiter: "Wir sind nicht in der Türkei oder einem Dritte-Welt-Land."

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(ujo)

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