Donald Trump wettert gegen neuen Russland-Ermittler: "Das ist die größte Hexenjagd, die es je gab"

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US-Präsident Trump ist über die Einsetzung eines Sonderermittlers wenig erfreut. | Kevin Lamarque / Reuters
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US-Präsident Donald Trumps Entscheidung, FBI-Direktor James Comey zu entlassen, hat vergangene Woche für viel Wirbel gesorgt. Comey sollte eventuelle Verbindungen zwischen dem Trump-Lager und Russland im Wahlkampf 2016 prüfen.

Ruhe bringt Trump der Rauswurf Comeys indes nicht: Gestern wurde bekannt, dass der ehemalige FBI-Direktor Robert Mueller die Ermittlungen weiterführen wird.

Trump ist davon weniger begeistert. Was ihm widerfahre sei die größte Hexenjagd auf einen amerikanischen Politiker, die es je gab, schrieb er auf Twitter. "Wegen der illegalen Machenschaften während Clintons Wahlkampf und Obamas Amtszeit wurde nie ein Sonderermittler eingesetzt!" klagte er.

"Hoffe das Thema ist bald abgeschlossen"

Bevor der US-Präsident seinem Ärger über Muellers Ernennung auf Twitter Luft machte, reagierte er zunächst mit folgender Stellungnahme: “Ich kann mich nur wiederholen: Eine sorgfältige Prüfung wird ergeben, dass keinerlei Verbindung zwischen meinem Wahlkampfteam und irgendeiner ausländischen Dienststelle besteht, ” erklärte Trump.

“Ich hoffe, dass dieses Thema bald abgeschlossen ist. Bis dahin werde ich mich für die Bürger Amerikas einsetzen und mich mit den Angelegenheiten befassen, die die Zukunft unsere Landes besonders betreffen.”

Das Weiße Haus soll erst kurz vor der offiziellen Bekanntgabe von Rosensteins Entscheidung erfahren haben.

Es braucht einen unabhängigen Ermittler

Das Justizministerium begründete die Entscheidung für einen Sonderermittler unterdessen wie folgt: Angesichts der besonderen Umstände sehe man sich gezwungen diese Untersuchung in die Hände einer Person zu geben, "die eine gewisse Unabhängigkeit von der üblichen Befehlskette besitzt.”

Dieser Artikel erschien zuerst bei HuffPost US und wurde ins Deutsche übersetzt von Anna Rinderspacher.

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