LIFESTYLE
18/05/2017 18:44 CEST | Aktualisiert 18/05/2017 18:47 CEST

Investoren bauten eine Millionenstadt, in der keiner wohnen will – Aufnahmen zeigen, wozu das geführt hat

Die Stadt Ordos liegt in der weiten Wüste im Norden Chinas. Ein Stadtteil des Bezirks, Kangbashi, wirkt mit seinen Wolkenkratzern, Museen, und Stadien wie das Zentrum einer futuristische Mega-City. Wohnraum gibt es es für 300.000 Menschen - tatsächlich leben hier aber gerade einmal 5.000 Personen.

Die Geschichte Kangbashis ist kurz und beginnt in den 2000er-Jahren: Mit der Entdeckung riesiger Kohlevorkommen in der Region werden etliche Leute über Nacht zu Millionären.

Regierung und Investoren sahen das als Chance in die wahren Schatzkammern Chinas zu investieren: Infrastruktur und Immobilien.

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So viel Luxus und doch kommt keiner

Sie bauten Luxusappartements, vierspurige Autobahnen, Parks und architektonische Meisterwerke für Kunst, Kultur und Sport. Kangbashi soll das Zentrum einer neuen Wirtschafts-, Kultur- und Politikmetropole werden. Doch es kommt keiner.

Die Gründe sind vielfältig: Die verwendeten Bausubstanzen sind schlecht und potenzielle Bewohner müssen eine hohe Vermögenssteuer zahlen.

Architekten haben einen schlimmen Fehler gemacht

Außerdem haben etliche Investoren mehrere Wohnungen gekauft. Sie sind dort aber weder eingezogen, noch vermieten sie diese. Sie nutzen sie lediglich als Geldanlage.

Das Schlimmste jedoch: Die Architekten haben vergessen Schulen, Restaurants und Krankenhäuser zu bauen.

Kein Wunder, dass Stadt Kangbashi menschenleer ist.

Aufnahmen der Stadt seht ihr oben im Video.

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(chr)

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