"Art of the Deal"-Ghostwriter Tony Schwartz: Trump wird sein Amt niederlegen - und das als Sieg verkaufen

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TONY SCHWARTZ
Tony Schwartz - Ko-Autor von "Art Of the Deal" äußerst sich zu Präsident Trump. | reuters/ Lucas Jackson
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  • "Art of the Deal"-Ghostwriter Tony Schwartz glaubt: Trump wird sein Amt niederlegen
  • Der US-Präsident werde die Amtsniederlage jedoch als Sieg verkaufen wollen

Tony Schwartz ist sich sicher - Präsident Donald Trump wird sehr bald versuchen, einen Weg aus seinem politischen Spießrutenlauf zu finden.

Der Ghostwriter von Trumps Karriereratgeber "Art of the Deal" weiß aber auch, dass es für den Unternehmer wie ein Sieg aussehen muss.

"Für Donald Trump gibt es kein falsch oder richtig, es gibt nur gewinnen oder verlieren", sagte Schwartz dem CNN-Moderator Anderson Cooper. "Und im Moment hat Trump tierisch Angst davor zu verlieren."

Deshalb ist Schwartz davon überzeugt, dass Trump es nicht zu einer Amtsenthebung kommen lassen wird. "Trump wird sehr bald sein Amt niederlegen. Dabei wird er einen Weg finden, es wie einen Sieg aussehen zu lassen."

"Trump steckt in einer sehr ernsten Krise"

Schwartz beschreibt Trumps Verhalten als reinen Überlebensreflex: "Ich glaube, dass er jetzt nur noch aus einem Überlebensinstinkt heraus reagiert, reaktiv und impulsiv."

"Der Präsident ist nicht mehr in der Lage sein Verhalten zu reflektieren und zieht sich stattdessen in pure Abwehrmechanismen zurück."

Das Trump nun sogar beginnt, seinen Berater Jared Kushner anzuschreien, ist Schwartz zufolge ein schlechtes Zeichen. "Ehrlich gesagt glaube ich, dass seine Kinder als nächstes dran sind."

"Ich kann mir gut vorstellen, dass er Ivanka anschreit, wenn sie zur falschen Zeit das Falsche sagt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich damals für ihn gearbeitet habe, wie ängstlich die Menschen in seinem Umfeld waren."

Schwarz fühlt sich persönlich schuldig

Im letzten Jahr hat Schwartz sich, obwohl er persönlich für Trump gearbeitet hatte, klar gegen den Republikaner ausgesprochen. Der Journalist ging sogar so weit, Hillary Clinton ohne Gegenleistung als Berater zu unterstützen.

"Das ist meine Buße dafür, dass ich einen Mann erschaffen zu haben, aus dem ein Monster wurde," sagte er im letzten September. "Seit 30 Jahren fühle ich mich schon schlecht deswegen."

Schwartz kündigte nun an, seinen Teil der durch "Art Of The Deal" erwirtschafteten Profite an die Nationale Behörde für Immigration spenden zu wollen. Diese Organisation unterstützt Immigranten mit geringem Einkommen.

Dieser Artikel erschien zuerst in der HuffPost USA. Übersetzt von Janina Zillekens

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(jg)