Südkoreas neuer Präsident warnt: "Ein militärischer Konflikt mit Nordkorea ist sehr wahrscheinlich"

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MOON JAE IN
Der neue Präsident Südkoreas, Moon Jae in, strebte eine friedliche Lösung mit Nordkorea an | POOL New / Reuters
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  • Südkoreas Präsident Moon Jae-in hält Krieg mit Nordkorea für wahrscheinlich
  • Südkoreas Militär sei auf einen Angriff Nordkoreas vorbereitet
  • Zuvor hatte der neue Präsident Frieden mit Nordkorea schließen wollen

Südkoreas neuer Präsident Moon Jae-in galt als Hoffnungsträger im Konflikt zwischen Nord und Süd. Während sich Nordkoreas Diktator Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump drohend gegenüber stehen, wollte Moon Ruhe in die Konfrontation bringen.

Mit Moon hat Südkorea zum ersten Mal seit zehn Jahren ein Oberhaupt, das nicht aus den konservativen Reihen stammt. Der 64-jährige hatte bereits angekündigt, auf Nordkorea zugehen zu wollen. Ein Treffen mit Kim Jong-un war geplant.

Mit neuen Raketentest ging Nordkorea nun offenbar zu weit. In einem Statement erklärt Moon, dass der Abschuss von Raketengeschossen als ernsthafte Provokation anzusehen sei. Das berichtet die britische Nachrichtenseite "The Independent".

Der jüngste Raketentest Nordkoreas war ein Schritt zu weit

"Der Abschuss von Raketengeschossen ist ein Verstoß gegen Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates und bringt den globalen Frieden ernsthaft in Gefahr," zitiert der "Independent" den Präsidenten weiter. "Wir werden Nordkoreas Provokationen und Drohungen nicht akzeptieren."

In der Vergangenheit war Nordkorea für sein Atomprogramm von der internationalen Gemeinschaft massiv kritisiert worden.

Nordkorea hatte angedeutet, dass die jüngst getestete Rakete Atomwaffensprengköpfe tragen könnte.

Selbst die Mahnungen des Verbündeten China konnten Nordkorea bisher nicht von weiteren Raketentests abbringen. US-Präsident Donald Trump hatte als Reaktion auf die ständigen Provokationen aus Pjöngjang die Militärpräsenz der Vereinigten Staaten in der Region verstärkt.

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(ll)