Martin Schulz gesteht Fehler ein: "Hätte früher mit konkreten Inhalten kommen müssen"

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MARTIN SCHULZ
Martin Schulz gesteht Fehler ein: "Hätte früher mit Inhalten kommen müssen" | NurPhoto via Getty Images
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  • In einem Interview räumt SPD-Kanzlerkandidat eigene Fehler ein
  • Seit seiner Nominierung Ende Januar verlor die SPD drei Landtagswahlen

SPD-Kanzlerkandidat räumt in einem Interview mit der Wochenzeitung "Zeit" eigene Fehler ein. Er habe seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten zu viel Rücksicht genommen auf die Wahlen in den Bundesländern, statt auf seine Intuition zu hören. Außerdem hätte er "früher mit konkreten Inhalten" kommen müssen, sagt er der Zeitung.

Die SPD verlor drei Landtagswahlen, seit Schulz Ende Januar zum Vorsitzenden gewählt wurde. Auf die Niederlage in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Sonntag sei Schulz nach eigenen Bekunden vorbereitet gewesen.

Die Abwahl von SPD-Ministerpräsident Torsten Albig in Schleswig-Holstein habe ihn dagegen unvorbereitet getroffen: "Mein wirklicher Mist-Montag war nicht heute, sondern vor einer Woche, nach Schleswig-Holstein", sagt Schulz.

Hat sich Schulz vom Hype beeindrucken lassen?

Nach seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten legte die SPD stetig in den Umfragen zu, der "Schulz-Effekt" war geboren. Nun, nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen, ist der Effekt verpufft. Die Umfragewerte sinken.

Er habe von Anfang an vor dem "Schulz-Hype" gewarnt, sagt der SPD-Mann im Interview mit der "Zeit". Gesteht aber auch: "Ich kann aber nicht ausschließen, dass ich mich selber davon habe beeindrucken lassen.“

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(lp)