Glücklich bringt die Mutter ihr Kind zur Welt - zuhause bekommt sie eine Rechnung über 180.000 Dollar

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Die jungen Amerikaner Amy und Mac Jay aus Huntsville im US-Bundesstaat Alabama konnten es kaum erwarten, ein zweites Mal Eltern zu werden.

Doch als die kleine Evelyn drei Wochen zu früh auf die Welt kam, hatte sie eine noch nicht fertig entwickelte Lunge. Das kleine Mädchen musste im Krankenhaus behandelt werden und war an eine Lungenmaschine angeschlossen.

Zwei schreckliche Wochen lang bangten die Eltern um das Leben ihrer Tochter. Doch dann ging es Evelyn endlich besser und sie konnten ihr Baby mit nach Hause nehmen.

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Der Schrecken der vergangenen Wochen war endlich überstanden. Doch das Glück der jungen Familie währte nicht lange. Denn zwei Monate nach Evelyns Geburt erlitt die junge Familie einen weiteren Schock.

Wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet, bekam das Paar eine Krankenhausrechnung über 180.000 US-Dollar für Evelyns Behandlung nach Hause geschickt.

Evelyn war nicht krankenversichert

Der Grund: Weil Evelyn drei Wochen zu früh auf die Welt kam, war sie nicht krankenversichert.

Das amerikanische Krankenversicherungssystem funktioniert gänzlich anders als das hiesige in Deutschland. Bei uns werden Kinder automatisch über die gesetzliche Krankenversicherung der Eltern mitversichert. Eine gesetzliche Krankenversicherung erhält jeder Arbeitnehmer und dessen Ehepartner automatisch.

In den USA gibt es nur in Einzelfällen eine staatliche Krankenversicherung. Die meisten Amerikaner müssen sich privat versichern, viele können sich jedoch auch keine Versicherung leisten. Manche Jobs beinhalten Krankenversicherungen - zu oft sehr unterschiedlichen Konditionen.

Die Jays waren erst wenige Wochen zuvor umgezogen, nachdem Mac Jay einen neuen Job angenommen hatte. Seine neue Arbeit hatte Mac unter anderem auch wegen der besseren Konditionen der dazugehörigen Krankenversicherung angenommen.

In der neuen Krankenversicherung sollten beide Kinder mitversichert sein. Sie sollte allerdings erst im Februar starten - der Monat, in dem Evelyns Geburtstermin angesetzt war.

Erst sehr spät kümmerten sich die beiden Eltern darum, ihr Baby noch vor seiner Geburt vorsichtshalber in der alten Versicherung mitversichern zu lassen. Sie waren jedoch eigentlich optimistisch, dass ihre Tochter am errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen würde.

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Die junge Familie steht vor dem Bankrott

Mac Jay schrieb am Freitag vor Evelyns Geburt eine entsprechende Email an seine Krankenversicherung. Der zuständige Sachbearbeiter war jedoch im Urlaub.

Als am Montag eine Abwesenheitsnotiz aus dessen Büro eintraf, lag Amy schon in den Wehen. Die Email ging daher in dem Chaos und dem Schrecken wegen Evelyns Zustand komplett unter.

Nun muss die junge Familie die horrende Summe aus eigener Tasche begleichen. Das können sich Amy und Mac aber unmöglich leisten - sie stehen kurz vor dem Bankrott.

Wie eine Freundin dem Paar jetzt helfen möchte, erfahrt ihr im Video oben.

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(lk)