LIFESTYLE
17/05/2017 15:03 CEST | Aktualisiert 17/05/2017 16:23 CEST

In einer indischen Stadt gibt es keine Politik, keine Religion, kein Geld - so lebt es sich dort

Ein gesellschaftliches Zusammenleben ohne Politik, Religion und Geld - ein System, das in der westlichen Welt nur schwer zu realisieren wäre. In einer Stadt im Süden Indiens ist das allerdings Realität.

Auroville, eine Stadt mit mehr als 2000 Bewohnern aus aller Welt, steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO und hat laut eigenen Angaben die Erforschung menschlicher Einheit zum Ziel.

"Frei von Politik und allen Nationalitäten"

"Auroville möchte eine universelle Stadt sein, wo Männer und Frauen aller Länder in der Lage sind, ein Leben in Frieden und wachsender Harmonie, frei von Konfessionen, frei von Politik und allen Nationalitäten zu leben”, erklärt Mirra Alfassa auf der Internetseite von Auroville.

Alfassa ist bei den Bewohnern als “die Mutter” bekannt und war einer der ersten, die die Idee von Auroville vorantrieb.

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Eine Stadt unterteilt in sechs Zonen

Trotz der Idee einer freien Gesellschaft ist die Stadt in sechs Zonen unterteilt. Jede Zone ist für einen bestimmten Aspekt innerhalb der Gesellschaft zuständig.

In der ersten Zone befindet sich der Stadtkern Matrimandir, die äußerste Zone wird für die Nahrungs- und Rohstoffgewinnung genutzt.

In Auroville gibt es Schulen und Freizeitaktivitäten, sowie lokale Medien und Internetzugang in einem lokalen Restaurant.

Trotz der Idylle gibt es zunehmend Gewalt

Doch trotz des idyllischen Eindrucks gibt es in den vergangenen Jahren immer wieder Nachrichten von Mordfällen, Suizid und Gewalt in der Stadt.

“The New Indian Express” schrieb bereits 2013, dass Frauen in der Stadt zunehmend sexueller Nötigung und Vergewaltigungen ausgesetzt sind.

Bilder der Stadt Auroville seht ihr oben im Video.

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(nsc)