Gerner-Darsteller lästert über "GZSZ"-Schauspieler: "Sie konnten keine 3 Sätze geradeaus sagen"

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WOLFGANG BAHRO
Wolfgang Bahro spricht über seine Serienfigur bei "GZSZ" und erzählt von seiner schlimmsten Szene | RTL/Philipp Rathmer
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Der Rechtsanwalt Jo Gerner schmiedet schon seit fast 25 Jahren fiese Pläne, hatte einige Liebschaften, Lebenskrisen und macht in der Daily-Soap “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” den anderen Serienfiguren immer wieder das Leben schwer.

Hinter dieser Figur steckt der Schauspieler Wolfgang Bahro, der seit 1993 bei “GZSZ” mitspielt. Zum 25-jährigen Jubiläum der Serie sprach Bahro im Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur über die holprigen Anfänge der Serie.

Denn schon zu Beginn der Dreharbeiten vermuteten Medien, dass selbst das Set noch nicht bereit war und die Kulisse teilweise umgefallen sei. Bahro dementierte: ”Die Kulissen sind nicht umgefallen. Aber sie haben gewackelt, wenn man die Türen zumachte. Es war schon ein wenig improvisiert.”

Und auch auf seine ehemaligen Kollegen kommt der Schauspieler zu sprechen: “Auch die Kollegen, die dort mitspielten, waren oft nicht ausgebildete Schauspieler, sondern Models. Die sahen gut aus, konnten aber oft keine drei Sätze geradeaus sagen.”

Neben dem Set und seinen Kollegen sei anfänglich auch die Sprachbarriere zu den Regisseuren ein Problem gewesen, diese seien nämlich aus Australien gekommen, wo die Original-Idee der Serie ihren Ursprung hat.

"Charismatische Bösewichte sind wichtig"

Zu seiner Serienfigur Jo Gerner hat der 56-Jährige eine klare Meinung: “Ich würde sagen: Gerner ist mit allen Wassern gewaschen, er kann aber auch sehr charmant sein. Aber ja: Charismatische Bösewichte sind wichtig.”

Doch bei einigen Folgen hätte selbst der 56-Jährige damals einen Rückzieher gemacht: “Das Extremste war, als Gerner einmal im Rollstuhl saß. Er ist dann zu einem Guru, der ihm eingeredet hat, dass er wieder gehen kann, wenn er um Mitternacht bei Mondlicht in den Wannsee fährt. Da habe ich gesagt: Das könnt ihr doch nicht machen. Der Mann ist Akademiker! Der fährt doch nicht nachts mit einem Rollstuhl in den Wannsee!”

Doch zu “GZSZ” gehören nunmal auch schlechte Zeiten … und große Emotionen. Deshalb spielte Bahro auch häufig Szenen, die vielen Zuschauern etwas übertrieben scheinen. Der Schauspieler sagte gegenüber der dpa: “Die Themen sind schon nahe an den Zuschauern - es geht um die erste Liebe, um Kinderkriegen und so weiter. Aber sie sind zum Teil natürlich total übertrieben.”

Auf Twitter gibt der Schauspieler seinen Fans auch Einblicke in das "GZSZ"-Set und dem Leben von Jo Gerner.

“Jemand, der das erlebt hat, was Jo Gerner erlebt hat, hätte sich entweder schon die Kugel gegeben oder wäre in der Irrenanstalt gelandet. Bei GZSZ wird aber verziehen. Da vergisst man einfach mal, dass man eben noch Todfeind war und geht wieder zu Jo Gerner, weil man Rechtsbeihilfe braucht. Das ist das, was die Serie ausmacht”, sagte der Schauspieler.

Dennoch scheint ihm seine Rolle als Bösewicht auch ein wenig zu gefallen. Der “Star-Wars”-Fan sagte: “Wenn man so will, ist Gerner der Darth Vader von "GZSZ". Nur, dass er mit der Atmung noch nicht solche Probleme hat.”

Mit Material der dpa.

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(lp)

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