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17/05/2017 00:19 CEST | Aktualisiert 17/05/2017 06:59 CEST

Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron wollen eine einheitliche Unternehmenssteuer einführen

Bloomberg via Getty Images
Emmanuel Macron und Angela Merkel wollen die Unternehmenssteuern harmonisieren.

  • Deutschland und Frankreich planen einheitliche Unternehmenssteuern

  • Bereits diesen Sommer wollen die beiden Staaten erste Schritte in Angriff nehmen

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel versprach, man werde den Bundestag bei einer Vertragsänderung miteinbeziehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der neue Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron, wollen eine Reform der Europäischen Union vorantreiben. Jetzt wird bekannt, dass die beiden Staaten bereits erste Schritte in diese Richtung gehen. Konkret wollen beide Staatschefs die Unternehmenssteuern zwischen beiden Ländern harmonisieren.

Bei einem für Ende Juni geplanten Treffen von deutschen und französischen Kabinetts-Mitgliedern soll ein gemeinsamer Plan zur Vereinheitlichung der Unternehmenssteuern auf den Weg gebracht werden, berichtetet die "Bild".

Gegen Abwärtsspirale bei den Steuern

Das gemeinsame Ziel der beiden Staaten mit der deutsch-französischen Steuer-Union sei es, so die "Bild", einen Abwärts-Steuerwettbewerb mit Osteuropa zu verhindern.

Am Dienstag betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Unionsfraktion: "Wir haben ein ele­men­ta­res In­ter­es­se daran, dass Ma­cron Er­folg hat.“

Doch auf jeden Fall wolle man den Bundestag bei anfälligen Vertragsänderungen miteinbeziehen.

Manfred Weber, der im Europäischen Parlament die konservative EVP-Fraktion anführt, schlug vorsichtigere Töne an. "Die Wahl Ma­crons kann ein Neu­start für Eu­ro­pa sein. Erst ein­mal aber muss er seine Ar­beit in Paris ma­chen", zitiert die "Bild" den deutschen CSU-Politiker.

Merkel und Macron hatten am Montag einen gemeinsamen Fahrplan ("Road Map") für Reformen in der EU und der Eurozone angekündigt.

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(ll)

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