Tschechischer Präsident will Journalisten "liquidieren" - Putin hat einen anderen Vorschlag

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  • Putin und der tschechische Präsident fachsimpeln in Peking, was sie mit Journalisten tun würden
  • Offensichtlich merkten sie nicht, dass sie von Mirkofonen umgeben waren

Manche Dinge sollte man besser für sich behalten - vor allem, wenn man von Mikrofonen umgeben ist.

Der tschechische Präsident Milos Zeman wollte wohl einen Witz machen, löste aber mit seinen Äußerungen über Journalisten Empörung aus. Vor einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in China kommentierte Zeman die Anwesenheit von Reportern und sagte, es seien zu viele und sie sollten "liquidiert" werden.

Putin entgegnete, es sei möglicherweise ausreichend, sie nur zu "reduzieren".

Mikrofone zeichneten alles auf

Der kurze Austausch wurde von Fernsehmikrofonen eingefangen und in den sozialen Medien veröffentlicht. Der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek erklärte daraufhin, er halte die Äußerungen für unangebracht.

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Kulturminister Daniel Herman nannte Zemans Worte inakzeptabel. Und Ministerpräsident Bohuslav Sobotka teilte einen Tweet über die Zahl der Journalisten, die in den vergangenen Jahren in Russland angegriffen oder getötet wurden.

Zemans Verhältnis zu den Medien ist gespannt

Zemans Büro teilte mit, der Präsident habe lediglich einen Witz gemacht. Allerdings waren seine Beziehungen zu den Medien schon während seiner Zeit als Ministerpräsident von 1998 bis 2001 gespannt.

Damals drohte er, eine Wochenzeitschrift zu vernichten, die seiner Regierung Intransparenz vorwarf. Nach seiner Vereidigung zum Präsidenten 2013 attackierte er schon am ersten Tag im Amt die Medien des Landes und warf ihnen vor, die öffentliche Meinung zu manipulieren.

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(ll)