Die Wirtschaft in der Eurozone wächst schneller als die in den USA

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EUROZONE
Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone ist Anfang des Jahres stark gestiegen | gopixa via Getty Images
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  • Das Bruttoinlandsprodukt ist in der Eurozone im ersten Quartal 2017 um 0,5 Prozent gewachsen
  • Damit wächst die Wirtschaft in den 19 Euroländern schneller als in den USA
  • Auch der Euro ist derzeit stärker als der US-Dollar

Der Euroraum hat sein robustes Wirtschaftswachstum in den ersten drei Monaten des Jahres fortgesetzt. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 19 Ländern des Währungsraums um 0,5 Prozent zum Vorquartal gewachsen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit.

Die Behörde bestätigte wie von Experten erwartet eine erste Schnellschätzung von Anfang Mai. Damit konnte die Eurozone das Wachstumstempo aus dem Schlussquartal 2016 halten.

Der Überschuss in der Handelsbilanz der Eurozone fiel im März indes deutlich höher aus als erwartet. Die Differenz zwischen Ex- und Importen lag laut unbereinigten Zahlen bei 30,9 Milliarden Euro. Die Ausfuhren legten um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu.

Die Einfuhren stiegen um 14 Prozent. Auch die deutschen Exporte waren im März nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stark gestiegen - auf den höchsten Monatswert seit 1950.

Finnland erzielte das stärkste Wachstum unter den Euroländern

Den Eurostat-Zahlen zufolge verzeichnete Finnland zwischen Januar und März das stärkste Wachstum unter den Euroländern. Hier habe die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent im Quartalsvergleich zugelegt. Einen vergleichsweise starken Aufschwung gab es auch in den baltischen Ländern Lettland mit einem Wachstum von 1,5 Prozent und Litauen mit einem Plus von 1,4 Prozent.

Das einzige Land der Eurozone mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung war Griechenland. Hier sank das BIP im ersten Quartal um 0,1 Prozent im Quartalsvergleich. Aus Deutschland wurde hingegen ein Wachstum von 0,6 Prozent gemeldet.

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(jg)

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