LIFESTYLE
16/05/2017 17:43 CEST

Mit diesem mutigen Foto direkt nach der Geburt zeigt eine Mutter, was viele nicht wahrhaben wollen

Es gibt viele Sätze, die man zu keiner Frau sagen sollte, die gerade ein Baby zur Welt gebracht hat. “Soll das so schreien?” ist einer. “Du siehst erschöpft aus” ein anderer.

Aber der Satz, den speziell eine Mutter, die einen Kaiserschnitt hinter sich hat, auf gar keinen Fall hören will, ist: “Oh, da bist du ja einfach davongekommen.”

Die australische Bloggerin Olivia White hat das in einem Instagram-Post eindrucksvoll auf den Punkt gebracht. Sie postete ein Bild von sich im Krankenhaus, auf dem deutlich ihre Kaiserschnitt-Narbe zu sehen ist.

Look I know it might not be my best angle (or is it?) 😂 but who wouldn't take selfies hours post birth so they can see where they sliced you open and yanked out a whole person 🙋🏼 (if you couldn't tell I still couldn't see past my still inflated uterus) 🙈 This is what you really look like a few hours post c-section 🗡 To anyone who thinks it's the easy way out, we'll try having a 6 inch gash in your abdomen like a gutted shark 🦈 who had the body parts of the surfer 🏄🏼 it ate retrieved! That's then sewn back together with fishing wire while it feels like your vital organs are trying to escape! I mean sure, everything is 🌈 and 🍭 till the spinal wears off! After that it's like you've been hit by a bus 🚌 which then backed over you just to make sure it didn't miss you the first time! If you don't time the Endone exactly before the previous lot wore off then you will most certainly know you are alive (while wishing you were dead) ☠️ and worst of all you'll feel as if you'll spend your entire life wearing nanna 👵 knickers up around your waist because the thought of anything settling in the canyon between your gut and pubic region is the stuff nightmares are made of 👻🙅🏼 Anyone who's ever had c section knows that you'll forever be dependant on your friends Nancy, Dr 90210 and Spanx because you cannot for the life of you get rise of the ditch that is left by the scar 🙄 But for all the skin tight Kookai dresses I bought while pregnant 🤰🏼 that now make me look like I have a Kangaroo pouch - I wouldn't change it! Because if it wasn't for the ability to deliver my babies 👶🏼 this way they might not be here today 🙌🏻 plus I recon getting cut from A to B sounds way worse 😷🤕

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Dazu schrieb die Mutter aus Melbourne:

“So sieht man nur wenige Stunden nach einem Kaiserschnitt wirklich aus. An alle, die denken, das sei die einfache Art der Geburt - ihr hattet bestimmt noch nie eine 15 Zentimeter lange Wunde auf eurem Bauch wie ein ausgenommener Hai, dem die Körperteile des Surfers entnommen werden, die er verspeist hat. Das ganze wird dann mit Fischergarn wieder zugenäht und, während es sich so anfühlt, als versuchten deine lebenden Organe aus deinem Körper zu entkommen.”

Die Mutter wurde für ihre Entscheidung stark kritisiert

White musste während ihrer zweiten Schwangerschaft viel Kritik einstecken, als sie sich öffentlich dazu äußerte, dass sie sich für einen Kaiserschnitt entscheiden werde.

Ihre ältere Tochter war per Notkaiserschnitt auf die Welt gekommen und medizinische Komplikationen nach der Geburt führten dazu, dass sie das Baby in den ersten Tagen nicht im Arm halten und eine Bindung zu ihm aufbauen konnte.

“Ständig ‘erinnern’ mich die Leute daran, dass ich auch nach einem Notkaiserschnitt noch immer eine natürliche Geburt haben kann”, schrieb sie vergangenes Jahr auf dem Portal “Mamamia”.

“Manche gehen sogar so weit zu suggerieren, ein Kaiserschnitt sei die einfache Art der Geburt und machten abfällige Kommentare, ich sei mir wohl zu fein für eine normale Geburt.”

"Ich wollte dieses Mal eine positive Erfahrung bei der Geburt haben"

Als sie zum zweiten Mal schwanger geworden sei, habe sie sofort gewusst, wie sie das Baby zur Welt bringen wollte. Aber, wie sie sagt, aus anderen Gründen, als die meisten vermuten würden.

“Ich weiß, dass jede Geburt anders ist und es besteht sicherlich die Chance, dass ich dieses Baby auf natürlichem Wege gebäre, doch das Wichtigste war für mich dieses Mal, dass ich eine positive und ermutigende Erfahrung bei der Geburt habe.”

Having a cesarean birth was certainly not in my plans, but for reasons beyond my control that's how my first baby was born. And it ultimately meant she entered this world healthy and safe, and I shouldn't shamed for that or told I didn't 'give birth'! I then decided to have an elective cesarean, and that's my choice and I have the right to make that choice and should not be shamed for that either! Whether you birth your baby naturally or require medical intervention! Whether you have pain relief or give birth listening to Mozart in a pool of petal laced water and have your placenta dried and bottled to use as seasoning on your steak! It's all bringing new life into the world and that is a wonderful thing that should be celebrated! How you get it done should not define you, it doesn't make you and more or less of a mother! We thankfully live in a time where we have access to such medical assistance that can ultimately save the life of a baby and it's mother, when in times past it has meant they may have died in child birth! Sadly something that can still happen in some poorer countries in this day and age! Not to mention that pregnancy, birth and having children is already an extremely life-altering and emotional experience! When your birth, for whatever reason, doesn't go to plan it can cause or exacerbate ones already fragile state! We are all mothers, and we should love and support one another no matter how our babies are born, especially when it can already have left someone inadequate and disappointed! Embrace your scars, don't apologise for the drugs, coat your steak in as much placenta as you like and don't, for a second, feel like you have to explain yourself to anyone!! 📸 @catherinemeyerphotographer

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Derzeit gibt es sehr kontroverse Meinungen darüber was die “beste” Art und Weise der Geburt ist und viele Artikel warnen vor den Gefahren eines Kaiserschnitts. Daher ist es nicht überraschend, dass White den Drang verspürte, ihre Narbe öffentlich zu zeigen und den Schmerz, der damit verbunden ist.

Auch andere Frauen zeigen Narben ihres Kaiserschnitts

“Wenn es nicht dem Zweck dienen würde, meine Babys auf die Welt zu bringen, dann würde ich heute hier so nicht liegen”, schreibt sie zu dem Foto.

White erhielt für ihre ehrlichen Worte lobende und unterstützende Nachrichten. Doch noch immer gibt es viele Menschen da draußen, die dem Kaiserschnitt als minderwertig ansehen, verglichen mit einer vaginalen Geburt.

2016 veröffentlichte eine Frau namens Raye Lee Fotos ebenfalls Fotos ihrer Kaiserschnitt-Narbe auf Facebook. Die Aufnahmen waren ungeschönt und erzählten von der Notfall-Operation, die zur Geburt ihres Sohnes geführt hatte.

Lee beschrieb nicht nur die Operation selbst, sondern auch die schmerzhafte Prozedur nach der Geburt, an die viele nicht denken.

Jede Mutter verdient Anerkennung für die Geburt

“Du benutzt deine Bauchmuskeln für praktisch alles… sogar um dich hinzusetzen”, schrieb sie. ”Stell dir vor, wie schlimm es ist, wenn du sie nicht einsetzen kannst, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes von einem Arzt auseinandergerissen wurden. Und dann kannst du sie für sechs Wochen nicht benutzen, weil dein Körper sie erst wieder zusammenflicken muss.”

Ganz egal, auf welche Weise ein Baby aus dem Bauch seiner Mutter kommt - es ist harte Arbeit. Nicht nur währenddessen, sondern auch danach. Und jede Mutter sollte dafür alle Unterstützung dieser Welt bekommen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost Kanada und wurde von Lea Kosch aus dem Englischen übersetzt.

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(mm)

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