Sprachforscher vergleicht Gewaltdarstellungen in Koran und Bibel - das Ergebnis ist eindeutig

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BIBLE KORAN
Im Koran und in der Bibel wird Gewalt immer wieder genannt. | BSIP via Getty Images
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  • Ein Softwareprogrammierer hat die Nennung von Gewalt in religiösen Texten untersucht
  • Er verglich den Koran, das Alte sowie das Neue Testament
  • Sein Ergebnis: Das Alte Testament nennt Gewalt viel häufiger als die beiden anderen Texte

Ist der Islam eine Religion des Friedens oder liefern dessen Texte allerlei Möglichkeiten, um Gewalt zu rechtfertigen? Der Softwareprogrammierer Tom Anderson wollte dieser Frage auf nüchterne Weise auf den Grund gehen.

Er ließ ein von ihm geschriebenes Computerprogramm über den wichtigsten Text der Religion, den Koran, laufen. Sein Ziel: herauszufinden, wie oft darin Gewalt vorkommt. Zum Vergleich analysierte er auch das Alte und das Neue Testament, die zentralen Texte des Christentums.

Seine Software brauchte für die Analyse der drei Bücher nur drei Minuten, wie er in seinem Blog schreibt.

Er kategorisierte die Wörter nach acht Emotionen: Freude, Erwartung, Wut, Abscheu, Traurigkeit, Überraschung, Angst und Vertrauen.

Mord und Totschlag

Das Resultat seiner Analyse birgt allerlei Zündstoff für die nächste Islam-Debatte: Denn die Bibel scheint um ein vielfaches mehr von Gewalt geprägt zu sein als der Koran. Insbesondere das Alte Testament strotzt geradezu vor Mord, Totschlag und Rache. Auch das Neue Testament, also die Geschichte des Friedensbringers Jesus, enthält mehr Gewalt als der Koran.

Wer nachlesen will, wie Anderson die Texte genau analysiert und ausgewertet hat, kann das in seinem Blog nachlesen.

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(ll)

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