Diese Zahlen zeigen, dass sich Schulz jetzt nicht nur vor Merkel fürchten muss

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SCHULZ
JOHN MACDOUGALL via Getty Images
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  • Nach dem Wahl-Debakel in NRW muss sich die SPD nicht nur vor der Stärke der CDU fürchten
  • Das zeigt eine Analyse der Wählerwanderung

Es ist ein Debakel für die SPD bei der Landtagswahl in NRW.

In einem Schlussspurt konnte CDU-Herausforderer Armin Laschet die noch-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft überraschend überholen – und wird nun aller Wahrscheinlichkeit die Regierungsgeschäfte für die kommenden fünf Jahre führen.

Ein schlechtes Omen für die Bundestagswahl, bei dem die SPD erklärtermaßen Kanzlerin Merkel schlagen will. Ein Blick in die Statistiken zur Wählerwanderung zeigt aber, dass sich die Sozialdemokraten nicht nur vor Merkel fürchten müssen.

180.000 Stimmen gingen an die FDP

Ihr schärfster Konkurrent nach den Konservativen sind die Liberalen. 180.000 Stimmen gingen von den Sozialdemokraten an die FDP, mehr konnte nur die CDU den Genossen abluchsen.

Mit seiner angriffslustigen Art kam Spitzenkandidat Christian Lindner offenbar bei den Wählern an – ähnlich wie FDP-Vize Wolfgang Kubicki in Schleswig-Holstein, der dort auch ein zweistelliges Ergebnis einfahren konnte.

Und die SPD muss sich nicht nur vor der Stärke der Liberalen Sorgen machen.

Auch die Schwäche der Grünen und der Linkspartei ist ein Problem für die Genossen. Eine rot-rot-grüne Koalition ist neben der Großen Koalition die einzige Machtoption für Martin Schulz. Färbt die Schwäche der beiden Parteien in den Ländern auf den Bund ab, hat er ein Problem.

Die SPD muss auch mit sich selbst kämpfen

Dabei hat die SPD schon genug mit sich selbst zu kämpfen, wie weitere Umfragen zeigen.

Schulz hatte sich im Wahlkampf mit bundespolitischen Themen deutlich zurückgenommen - darum hatte ihn Kraft gebeten. Statt auf Inhalte setzte Schulz deswegen auf Show.

Ein Fehler, wie eine Infratest-Umfrage zeigte. Größter Kritikpunkt an den Genossen ist demnach, dass die SPD "nicht sagt, was sie für die soziale Gerechtigkeit machen will".

Hier muss Schulz jetzt nachlegen.

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(jg)

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