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15/05/2017 13:02 CEST | Aktualisiert 15/05/2017 15:23 CEST

Was 2000 Dynamo-Dresden-Hooligans in Karlsruhe veranstalteten, ist eine Schande für den Fußball

Es waren Bilder wie in einem Kriegsgebiet. Rauchschwaden füllten die Straßen Karlsruhes, 2000 Dynamo-Dresden-Fans in Tarnkleidung zogen zum Stadion. Die "Bild“ berichtet von Schüssen mit Schreckschuss-Pistolen.

"Sprengkörpern, Bengalfackeln und Rauchbomben" seien zum Einsatz gekommen, meldet die Polizei. "Dabei bewarfen die Dresdner zum Teil gezielt die begleitenden Einsatzkräfte, wodurch diese Verletzungen erlitten."

Das Fußball-Zweitliga-Spiel zwischen Dresden und dem Karlsruher SC geriet so zur Randnotiz. Und das obwohl der 4:3-Aufwärtssieg der Dresdener in der Kategorie "Spektakel“ zu verbuchen war.

Was neben dem Platz passierte, war erschreckend – das Video oben gibt einen Eindruck davon.

Vor dem Stadion sollen die Hooligans aus Dresden Ordner angegriffen haben, die "Bild“ berichtet von insgesamt 36 Verletzten. Die Polizei berichtet von 21 verletzten Ordnern. Im Stadion angekommen, rollten die Dresden-Fans dann ein Spruchband aus: "Krieg dem DFB“. Mit Kritik am deutschen Fußballverband hatte das nur noch wenig zu tun.

Auch der Verein kritisierte die martialische Aktion der eigenen Anhänger. "Worte wie Krieg haben auf dem Fußballplatz nicht zu suchen. Wir werden unsere Konsequenzen daraus ziehen“, sagte der Dynamo-Geschäftsführer Michael Born.

Auch im Stadion soll es zu Randale gekommen sein. Fans überfielen offenbar einen Getränkestand, Medien berichteten von erneuten Schüssen.

"Jede verletzte Person beim Fußball ist eine zu viel. Die verletzten Polizeibeamten, Ordner, Mitarbeiter und Fans bitten wir im Namen des Vereins um Entschuldigung. Allen Betroffenen wünschen wir gute Besserung. Wir distanzieren uns als Verein klar von jeder Form von Gewalt und verurteilen auch Spruchbänder, die dazu aufrufen“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge.

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(pb)

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