Die besten Tipps gegen Mobbing bei Facebook

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VATER TOCHTER INTERNET
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Kinder und Jugendliche tauschen sich gern über soziale Netzwerke aus. Das geht schnell, ist unkompliziert und macht Spaß. Viel Persönliches wird dort allerdings leichtfertig geteilt – mit echten und angeblichen Freunden. Das kann böse Folgen haben: Andere können die Inhalte als Vorlage zum Cybermobbing nutzen. Wir zeigen dir, wie du dein Kind bei Facebook davor schützen kannst.

Auch wenn Instagram, Snapchat und WhatsApp die Plattformen sind, mit denen Kinder und Jugendliche hauptsächlich kommunizieren, sind viele auch bei Facebook angemeldet. Es ist zwar in dieser Zielgruppe nicht das beliebteste Netzwerk, die Mädchen und Jungen haben dort dennoch ein Profil oder tauschen sich in Gruppen aus, zum Beispiel in Schul- oder Vereinsgruppen.

Dank Facebook & Co. wissen alle heute rasend schnell, was es Neues von den anderen um sie herum gibt. Aber wehe, man ist ein Außenseiter oder wird zur Zielscheibe von Spott – dann bekommen Kinder die Macht dieser Plattformen von der hässlichen Seite zu spüren. Nicht nur gute Nachrichten machen die große Runde, sondern auch Anfeindungen, bösartige Unterstellungen und peinliche Fotos.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, solltest du als Mutter oder Vater zusammen mit deinem Kind persönliche Daten bei Facebook schützen und damit vorsorgen. Wie man das konkret macht, liest du hier.

Persönliche Fotos, Gedanken und Inhalte nicht online teilen

Mach deinem Kind klar, dass der beste Schutz der eigenen Privatsphäre in seinen Händen liegt: Je weniger persönliche Angaben es macht, je weniger Worte und Bilder es mit anderen teilt, desto sicherer ist es. Besser nicht die eigene Handynummer, den neuesten Liebesbrief publik machen. Und lieber nicht ein peinliches Foto von der letzten Party posten.

Denn wer weiß, wohin die Handynummer oder das Foto die Runde machen?

So schützt du die Privatsphäre deines Kindes

Weiß dein Kind, wer seine Facebook-Beiträge, Fotos und Videos tatsächlich anschauen kann? Sind sie für die Öffentlichkeit sichtbar, also für alle Internet-Nutzer, oder nur für Freunde oder ausgewählte Personen? Unter „Einstellungen – Privatsphäre“ könnt ihr genau das festlegen. Es ist wichtig, dass beim Feld „Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen“ auf keinen Fall steht: „Öffentlich“. Auch die Option „Freunde“ schützt dein Kind nicht genug: Denn das sind alle, mit denen es auf der Plattform vernetzt ist. Besser ist das Auswahlfeld „Bestimmte Freunde“: Im nächsten Schritt legt ihr fest, wer diese sind – das sollten nur Menschen sein, denen dein Kind vertraut.

Überprüft als nächstes den Menüpunkt „Chronik und Markierungseinstellung“ in den Einstellungen. Freunde können standardmäßig Texte oder Bilder in der Chronik deines Kindes posten – und das können auch fiese und beleidigende Inhalte sein, die dann alle anderen Freunde sehen. Das verhindert ihr, indem ihr hier festlegt: „Nur ich“. Dann kann nur dein Kind in seiner eigenen Chronik Beiträge teilen.

Facebook erlaubt, dass jemand ein Foto oder einen Beitrag veröffentlicht und den Namen eines anderen markiert. Jemand könnte also ein herabwürdigendes Bild veröffentlichen und es mit dem Namen deines Kindes taggen. Andere machen sich dann womöglich darüber lustig. Das könnt ihr verhindern, indem ihr beim Punkt „Möchtest du die Beiträge überprüfen, in denen du von Freunden markiert wurdest?“ auf „Bearbeiten“ klickt und dann „Aktiviert“ auswählt. Dann bekommt dein Kind eine Benachrichtigung, wenn jemand es markiert, und muss dem erst zustimmen, bevor es auf Facebook zu sehen ist.

Die Freundesliste gut pflegen

Es ist erstaunlich, wie viele Freunde Kinder oft bei Facebook haben. Meistens sind es deutlich mehr als im echten Leben. Für viele Jungen und Mädchen ist die Zahl der Facebook-Bekannten etwas, mit dem sie prahlen können. Sie kennen einige dieser „Freunde“ mitunter gar nicht persönlich, sondern nur aus dem Internet. Oder es sind flüchtige Bekannte von früher.

Dein Kind will seine Probleme und Sorgen sicher nicht mit allen teilen. Deshalb kann es Facebook-Kontakte in Gruppen einteilen. Klickt im Profil auf „Freunde“: Hinter jedem Namen ist eine Schaltfläche, in der man festlegt, ob es sich um „Enge Freunde“ oder „Bekannte“ handelt. Bei jeder Veröffentlichung kann es dann in dem Feld neben „Posten“ festlegen, wer diesen Beitrag sehen darf. Am sinnvollsten ist es, wenn dein Kind nicht jede Freundschaftsanfrage annimmt, sondern genau aussiebt, mit wem es sich vernetzen will und mit wem nicht. Fremde sollten immer tabu sein.

Gemeine Nutzer blockieren

Wird dein Kind von jemandem auf Facebook gemobbt, solltet ihr die Online-„Freundschaft“ sofort beenden und denjenigen blockieren. Wenn ihr mit dem Mauszeiger über die Schaltfläche neben dem Namen in der Freundesliste fahrt, taucht auch die Option „Als Freund/In entfernen“ auf. Der- oder diejenige bekommt davon nichts mit.
Am besten ist es, jemanden zusätzlich auch zu blocken: Dann bekommt dein Kind nichts mehr von dieser Person mit, auch wenn die Person etwa bei gemeinsamen Freunden etwas kommentiert. Dazu muss man auf den Namen der Person klicken und dann im Profil die drei Punkte oben auswählen. Dort steht der Punkt „Blockieren“.

Gemeine Inhalte melden

Wird dein Kind zur Zielscheibe von Cybermobbing auf Facebook, greif sofort ein. Mach zuerst einen Screenshot des Beitrags, in dem es beleidigt wird. So hast du später einen Beweis. Klicke dann auf den Pfeil rechts oben im Post und auf „Beitrag melden“. Anschließend musst du einen Grund auswählen, zum Beispiel „Es sollte meiner Meinung nach nicht auf Facebook sein“. Auf der nächsten Seite kannst du über Auswahlfelder genauer definieren, warum das so ist.

Facebook prüft alle eingegangene Meldungen und entfernt die Beiträge hoffentlich. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Handelt es sich bei den Posts sogar um Gewaltandrohungen, solltest du unbedingt auch Klassenlehrer und Polizei benachrichtigen.

Vorsicht vor Identitätsklau

Die Anmeldung bei Facebook ist kinderleicht und kostenlos, man muss nicht beweisen, dass man wirklich diese Person ist. So ist es leider möglich, dass sich jemand mit dem Namen deines Kindes registriert. Dann kann derjenige das Fake-Profil nutzen, um deine Tochter oder deinen Sohn zu mobben – oder in ihrem Namen andere zu beleidigen.

Du solltest das unbedingt Facebook melden, und auch alle Freunde deines Kindes auf der Plattform darauf hinweisen. Sie gehen ja davon aus, dass es sich wirklich um dein Kind handelt, das ihnen schreibt. Wenn andere im Namen deiner Tochter oder deines Sohnes beleidigt oder bedroht werden, solltest du außerdem zur Polizei gehen und Anzeige erstatten.

Wenn du nicht sicher bist, ob Eure Privatsphäre auf Facebook wirklich optimal eingestellt ist, dann hol dir Hilfe bei den Experten der Computerhilfe Plus der Telekom. Der Kontakt zu ihnen ist ebenfalls eine gute Art der Vorsorge, denn hier erhältst du wirklich zuverlässige und kompetente Tipps zur Vorbeugung gegen Cyber-Mobbing. Übrigens nicht nur zum Thema Facebook, sondern auch zu anderen sozialen Netzwerken, in denen Kinder und Jugendliche unterwegs sind und du dich vielleicht nicht so gut auskennst. Das Team der Computerhilfe Plus erreichst du hier: www.telekom.de/computerhilfe-plus


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