Schulz gibt "krachende Niederlage" in NRW zu

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MARTIN SCHULZ
Martin Schulz | Thilo Schmuelgen / Reuters
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"Es ist ein schwerer Tag, auf für mich persönlich", sagte SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz nach Bekanntwerden der ersten Prognose der Wahl in NRW. Er sprach von einer "krachenden Niederlage".

Die politische Kultur gebiete es, dem künftigen Ministerpräsidenten von NRW, Armin Laschet, von Herzen zu gratulieren.

Schulz war lange von der Bildfläche verschwunden

Schulz hatte sich in den letzten Wochen öffentlich kaum sehen lassen. Zur Begründung sagte er im Interview mit der ARD, er habe Sorge gehabt, dass er in den Medien überpräsent gewesen sein könnte.

Schulz will offenbar keine Konsequenzen für sich ziehen

Nach den SPD-Wahlniederlagen im Saarland, in Schleswig-Holstein und nun in NRW will Schulz aber offenbar keine persönlichen Konsequenzen ziehen.

Die Bundestagswahlkampagne habe erst begonnen, sagte Schulz - und wich damit der Frage der Reporterin aus, ob er selbst jetzt nicht ein starkes Zeichen setzen müsse. Auf Nachfrage sagte er: "Ich bin auch kein Zauberer."

Aber ab morgen werde man den das Wahlprogramm konkretisieren. Die Menschen würden dann entscheiden, ob er Deutschland in die Zukunft führen solle. Er habe auch von den Bürgern gehört, dass er konkreter werden müsse. Genau das wolle er jetzt anpacken.

Er sei heute Abend "richtig getroffen". Es sei völlig klar, dass er an diesem Abend nicht der "Umfragenkönig" sein könne. Aber bis zur Bundestagswahl seien es noch vier Monate, "eine lange Zeit in der Politik".

Das heißt letztlich: Schulz will weitermachen wie bisher. Dass er konkreter werden muss, war schon vor der Wahl klar. Denn selbstverständlich muss die SPD wie jede Partei auch ein Wahlprogramm erarbeiten.

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