Koalitions-Krimi: Wieso in NRW jetzt viel auf die Linke ankommt

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OEZLEM DEMIREL
Demirel und Leye | Thilo Schmuelgen / Reuters
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Die Wählerinnen und Wähler in Nordrhein-Westfalen haben die rot-grüne Landesregierung abgewählt. Was auf das Kabinett der amtierenden SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft folgen wird, ist bislang jedoch noch unklar.

► Auch auf die Linke wird es nun ankommen. Denn: Noch steht der Einzug ins Landesparlament für die Partei auf der Kippe.

Fällt die Linke, die laut jüngsten Prognosen bei 4,9 Prozent liegt, tatsächlich unter die 5-Prozent-Hürde, wäre eine schwarz-gelbe Koalition aus CDU und FDP möglich.

Die andere Möglichkeit wäre eine große Koalition aus CDU und SPD. Beide Parteien haben sich in NRW allerdings so heftig beharkt, dass ein solches Bündnis unwahrscheinlich scheint, wenn Alternativen dazu gibt.

Spitzenkandidatin Özlem Demirel von der Linkspartei glaubt weiter an den Einzug ins Parlament. "Es wird eine lange Nacht“, sagte sie der HuffPost. Ihr Parteikollege Niema Movassat schrieb bei Twitter: "Selten habe ich so einen engagierten Wahlkampf erlebt von unseren Mitgliedern. Umso trauriger die Prognose 4,9."

Auch wären derzeit ein Ampel-Bündnis oder eine sogenannte Jamaika-Koalition möglich. Dreierbündnisse sind aber unwahrscheinlich: Die Liberalen haben eine Ampel mit SPD und Grünen ausgeschlossen, die Grünen ein Jamaika-Bündnis mit CDU und FDP.

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(sk)