Ein Kidnapper will zwei Jungs entführen - sie reagieren auf die einzig richtige Weise

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Jodie Norton ist Mutter von vier Kindern. Auf ihrem Blog erzählt sie, wie ihre beiden ältesten Söhne fast Opfer einer Entführung geworden wären - und sich selbst retten konnten, weil sie an etwas gedacht haben, was ihnen ihre Mutter beigebracht hatte.

Die meisten Eltern sagen ihren Kindern: "Sprich niemals mit einem Fremden!" Eigentlich ist das aber nicht der richtige Weg. Denn im Leben kann es Situationen geben, in denen wir die Hilfe Fremder brauchen. Wenn sich Kinder dann nicht trauen, jemand Fremden anzusprechen, kann das fatal sein.

Deshalb hat Jodie Norton ihren Kindern etwas anderes eingebläut: "Wenn euch ein Fremder anspricht, achtet darauf, ob er versuchen könnte, euch auszutricksen."

Und es sollte sich als lebensrettend erweisen, dass ihre Kids das verinnerlicht haben.

Eine Frau und zwei Männer sprachen Nortons Söhne mit einer ungewöhnlichen Bitte an

Als sich Norton eines Morgens nicht gut fühlte, packte sie ihre vier Kinder und fuhr in die Notaufnahme. Während der Fahrt hatte sie sich darum gekümmert, dass ihr Nachbar die beiden Ältesten vor dem Krankenhaus abholt, um sie in die Schule zu bringen.

"Ich dachte, sie würden vielleicht fünf Minuten allein draußen sitzen. Doch am Ende waren es 40 Minuten", erzählt sie. Als ihre Söhne, der zehnjährige CJ und der achtjährige T-Dawg, ihrer Mutter dann nach der Schule erzählten, was in der Zeit passiert war, als sie warteten, war Jodie Norton fassungslos.

Eine Frau und zwei Männer sprachen die beiden Jungs an und baten sie um ihre Hilfe. "Sie wollten, dass meine Jungs ihnen helfen, einen Freund, der sich angeblich auf der Toilette vor dem Arzt versteckte, zu überzeugen, rauszukommen und sich behandeln zu lassen. Ja es ist mein Ernst, genau das haben sie zu den Jungs gesagt", berichtet Norton.

Der zehnjährige CJ lehnte die Bitten der drei Fremden mehrfach mit "nein, danke" ab, bis die Gruppe schließlich von Nortons Söhnen abließ. Kurz darauf sahen die beiden Jungs den Mann, der sich angeblich auf der Toilette versteckt hatte, aus dem Gebäude kommen und wie die vier Fremden gemeinsam wegfuhren.

Sie will alle Eltern daran erinnern, ihren Kindern die richtigen Tipps mit auf den Weg zu geben

"Meine Wut und Schockiertheit wandelte sich schlagartig in Dankbarkeit, als mir CJ erzählte, dass er sich daran erinnert hatte, was ich ihnen eingebläut hatte - darauf zu achten, ob es sich um eine betrügerische Person handelt", schreibt die Mutter.

"Mama, ich wusste, dass sie gelogen haben, weil sie uns um Hilfe gebeten haben. Erwachsene bitten Kinder nicht um Hilfe", sagte CJ.

Mit ihrem Blog-Beitrag will Norton alle Eltern daran erinnern, ihren Kinder die richtigen Tipps mit auf den Weg zu geben. "Ich habe meine Erfahrung mit euch geteilt, damit ihr davon lernen könnt. Genauso, wie wir es getan haben", schreibt sie.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ks)