Neuer Bahnchef Richard Lutz will Zugtickets abschaffen

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RICHARD LUTZ
Der neue Bahnchef Richard Lutz will Zugtickets abschaffen | Michele Tantussi via Getty Images
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Mehr Kundenservice, weniger Verspätung - das sind die Ziele des neuen Bahnchefs. Seit März 2017 ist Richard Lutz im Amt, sein Vertrag ist zunächst auf fünf Jahre befristet.

Lutz, der seit 2010 Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn ist, plant vor allem die weitere Digitalisierung der Bahn voranzutreiben: Er möchte sukzessive sämtliche Tickets abschaffen - in Zukunft sollen weder analoge noch digitale Tickets für eine Zugfahrt nötig sein.

Lutz: "Ich will keine Revolution anzetteln"

Im Interview mit der “Bild am Sonntag” sagte Lutz, die Bahn sei seit eineinhalb Jahren auf dem richtigen Weg in Sachen Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit. Er sagte: “Ich werde keine Re­vo­lu­ti­on an­zet­teln und alles an­ders ma­chen. Das ist nicht nötig.”

Er will vor allem den Kundenservice weiter verbessern. “An Fit­ness­räu­me oder einen Fri­seur im Zug den­ken wir nicht”, scherzte der neue Bahnchef.

Seine Idee: Wenn sich das Zugpersonal nicht mehr um die Ticketkontrolle kümmern muss, bleibt mehr Zeit für Kundenservice.

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Der Bahnchef will Zugtickets komplett abschaffen

“Man wird in Zu­kunft kein Ti­cket mehr für die Bahn brau­chen. Der Zug kann dann über das Handy eines Pas­sa­giers er­ken­nen, dass er ein­ge­stie­gen ist. Je nach­dem, wo er aus­steigt, wird die Fahrt au­to­ma­tisch ab­ge­rech­net wer­den.”

Lutz will so das Reisen für Bahnkunden noch entspannter machen. Die bereits bestehende Infrastruktur des W-Lans soll die Einführung des digitalen Ticketings erleichtern.

Der neue Bahnchef ist zuversichtlich, dass das Bahnfahren ohne Ticket bereits in den nächsten Jahren Stück für Stück kommen wird.

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(ks)

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