So tickt unsere ESC-Hoffnung Levina

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Wird von Familie und Freunden beim ESC unterstützt: Levina

Am 13. Mai findet in Kiew der 62. Eurovision Song Contest (ESC) statt. Nach zwei letzten Plätzen in den vergangenen beiden Jahren hoffen viele Deutsche darauf, dass Isabella Levina Lueen (26, "Unexpected") mit ihrem Song "Perfect Life" endlich wieder reichlich Punkte einheimsen kann.

Die sympathische Blondine hat sich selbst das obere Drittel als Ziel gesetzt. "Klar bin ich enttäuscht, wenn es nicht klappt. Aber ich mach mir jetzt nicht so einen Druck. Mir ist ganz wichtig, diese Erfahrung mitzunehmen", erklärt die 26-Jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Nur noch Plan A

Und selbst wenn es mit dem ESC nicht klappt, musikalisch wird uns Levina sicher erhalten bleiben. Eine Alternative zur Musik sieht die in Bonn geborene und in Chemnitz aufgewachsene Sängerin ohnehin nicht. Bereits im zarten Alter von neun Jahren beginnt sie ihre Gesangsausbildung an der Städtischen Musikschule in Chemnitz. Mit zwölf steht sie bereits auf der Bühne der Semper Oper in Dresden und spielt bei einem Musical mit. "Da habe ich schon gemerkt, wie sehr es mir auf der Bühne gefällt und wie wohl ich mich dort fühle", so Levina weiter. Die ersten Wettbewerbssiege, ein Stipendium und die ersten Songs folgen.

Zwar studiert Levina zunächst Geografie, ihren Eltern zuliebe und "damit sie einen Plan B hat, falls es mit der Musik nicht klappt", doch nach dem Studium beschließt sie alles auf eine Karte zu setzen: "Jetzt reicht es mit Plan B, ich will nur noch Plan A - die Musik". Dafür stehe auch ihre Tätowierung am rechten Unterarm. "Plan A" hat sie sich in geschwungener Schrift in die Haut stechen lassen.

Eher zufällig beim ESC gelandet

Vom ESC war Levina schon immer ein Fan: "So ein riesiges Musikfestival zu organisieren, bei dem alle Nationen zusammenkommen, ist toll. Es ist zwar ein Wettbewerb, aber im Grunde ist es doch ein riesiges Fest, bei dem die Musik gefeiert wird", schwärmt Levina. Dennoch wurde sie eher zufällig zur deutschen ESC-Hoffnung 2017. Eine Freundin schickte ihr den Link zum Bewerbungsportal, woraufhin sie sich mit ihrem Song "How To Dance" als Kandidatin beworben hat.

Levina schaffte es schließlich unter die fünf Teilnehmer von "Unser Song für Kiew" und setzte sich am Ende gegen ihre Konkurrenz durch. Jetzt, so kurz vor dem großen Finale, steigt auch bei ihr die Aufregung langsam: "Ich bin voller Vorfreude und versuche, mich zu entspannen. Die richtige Aufregung kommt bei mir erst kurz vor dem wirklichen Bühnenmoment", so die Sängerin weiter.

Auch ihr Freund unterstützt sie in Kiew

Für Unterstützung in Kiew ist gesorgt: "Meine Familie kommt, Freunde kommen, mein Freund - also alle ganz wichtigen Leute. Das freut mich total. Das ist wie ein Glücksbringer, dass die alle dabei sind," freut sich Levina.

Punkten will sie bei den Zuschauern und der Jury mit einer außergewöhnlichen Bühnenshow: "Ich werde am Anfang liegen und das Erwachen, wie es im Songtext 'I come alive...' geschildert wird, darstellen. Deswegen bin ich auch barfuß auf der Bühne, das finde ich besonders toll, das habe ich vorher noch nie gemacht."

Das Bühnenoutfit wird sie im Gegensatz dazu eher schlicht halten, aber "trotzdem besonders - in Grau- und Silbertönen". Jetzt muss Levina nur noch punkten. Aber egal, wie das Finale ausgeht, gefeiert wird in jedem Fall: "Meine Mama hat am 14. Mai Geburtstag, daher - egal was ist, es wird gefeiert."