Warum in Österreich schon bald die Rechtspopulisten an die Macht kommen könnten

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FP DEMONSTRATION
Die FPÖ könnte in Österreich in die Regierung kommen. | Anadolu Agency via Getty Images
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  • In Österreich könnten die Rechtspopulisten an die Macht kommen
  • Das würde auch die Achse FPÖ-AfD stärken
  • Eine sich reformierende, solidarische EU wäre dann noch mehr in Gefahr

Ob in den Niederlanden im März oder jüngst in Frankreich: In verschiedenen europäischen Ländern konnten jüngst Parteien der Mitte die Wahlen für sich entscheiden. Und so die Populisten von der Macht fern halten.

Nach der Brexit-Bombe und dem Trump-Triumph waren das willkommene Erleichterungen für viele.

Doch nun droht die nächste Gefahr: Die rechtspopulistische FPÖ dürfte in Wien in die Regierung gelangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Partei kommt in Umfragen derzeit konstant auf 30 Prozent.

FPÖ in der Regierung

Deshalb zweifle in Wien derzeit niemand daran, dass die FPÖ in der nächsten Regierung sitzen werde. Auch, da eine Wiederauflage der großen Koalition als ausgeschlossen gelte, so die "SZ".

Dabei könnte der Aufstieg der Rechtspopulisten auch auf Deutschland ausstrahlen: "Sollte es, was wahrscheinlich ist, zu Neuwahlen im Herbst kommen, würde der Wahlkampf zudem parallel zum deutschen verlaufen und die FPÖ-AfD-Achse verstärken."

Der Steigbügelhalter für die FPÖ: Österreichs politischer Shooting-Star Sebastian Kurz. Der 30-jährige Politiker der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) ist seit 2013 Außenminister und bei den Wählern beliebt. Er könnte der FPÖ den Weg zur Macht ebnen.

Sebastian Kurz wird immer mächtiger

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dürfte er zum Parteichef der ÖVP sowie zum Spitzen- und Kanzlerkandidaten gekürt werden.

Kurz will an die Macht und ist zu einigem bereit: "Der wohl demnächst jüngste Kanzlerkandidat aller Zeiten hat keine großen Berührungsängste mehr mit den Rechtspopulisten und kann sich eine Koalition mit der FPÖ ohne Weiteres vorstellen", heißt es bei der "Süddeutsche Zeitung".

Immer wieder fällt Kurz durch eine harte Linie in der Flüchtlingspolitik auf und will Österreichs Grenzen besser verteidigen.

Das mache ihn zum Kandidaten der Hardliner, nicht der Mitte, lautet das Fazit der "Süddeutschen Zeitung".

Keine guten Aussichten also für eine EU, die solidarisch zusammensteht.

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(ll)

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