POLITIK
12/05/2017 20:04 CEST | Aktualisiert 13/05/2017 13:43 CEST

CDU-Innenexperte Bosbach: "Kraft hat dabei zugeschaut, wie in NRW No-Go-Areas entstanden"

ullstein bild via Getty Images
CDU-Innenexperte Bosbach: "Kraft hat dabei zugeschaut, wie in NRW No-Go-Areas entstanden"

  • CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach hat die SPD-geführte Landesregierung kurz vor der NRW-Wahl am Sonntag scharf kritisiert

  • Für die Sozialdemokraten stehe viel auf dem Spiel

  • "Ein CDU-Erfolg wäre für die SPD eine böse Überraschung und viele würden sich fragen, ob Schulz tatsächlich der richtige Kandidat ist“

Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach hat die SPD-geführte Landesregierung kurz vor der NRW-Wahl am Sonntag scharf kritisiert.

„Das Thema innere Sicherheit hat für die SPD traditionell nicht den hohen Stellenwert wie für die CDU", sagte er der HuffPost. "So hat die Landesregierung unter Kraft leider dabei zugeschaut, wie in NRW No-Go-Areas und Parallelgesellschaften entstanden.“

Man könne der Polizei nicht immer neue Aufgaben übertragen, ohne sie personell und technisch optimal auszurüsten, sagte Bosbach.

"Für die SPD steht viel auf dem Spiel"

Außerdem fehle in NRW das wichtige Instrument der Schleierfahndung, das es in den meisten anderen Ländern gibt und dort für die Verbrechensbekämpfung unverzichtbar sei.

Angesprochen auf das knappe Rennen zwischen der Ministerpräsidentin und dem CDU-Herausforderer Armin Laschet sagte Bosbach: "Für die SPD steht am Sonntag viel auf dem Spiel."

"Viele werden sich bei einem CDU-Erfolg fragen, ob Schulz der richtige Kandidat für die SPD ist"

In NRW könne sie nicht sagen, "dass das eigentlich ohnehin ein von der CDU dominiertes Land sei. Ein CDU-Erfolg wäre für die SPD eine böse Überraschung und viele würden sich fragen, ob Schulz tatsächlich der richtige Kandidat ist.“

Die aktuell guten Umfragewerte für die CDU wolle Bosbach nicht überbewerten. Aber: "Die Stimmung an den CDU-Infoständen wird tatsächlich von Tag zu Tag besser", sagte er. "Wir haben mit den Themen Bildung, Sicherheit und Infrastruktur die richtigen Schwerpunkte gesetzt und das zahlt sich jetzt aus.“

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(jg)

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