Costa Rica: Unbezahlbarer Reichtum

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Majestätisch: Der Vulkan Arenal im Norden Costa Ricas

Den großen Überblick hatte der gute Christoph Kolumbus wohl kaum, als er vor mehr als 500 Jahren Costa Rica seinen Namen gab. Geblendet vom Goldschmuck der Küstenbewohner war das Synonym schnell gefunden.

Hätte der legendäre Seefahrer aber gewusst, dass seine Entdeckung zu den natürlichsten Schönheiten des Planeten zählt, wäre aus "reiche Küste" womöglich "reiches Land" geworden. Schwarzer und weißer Sand an den Gestaden, rauchende Vulkane, tropische Regenwälder und exotische Tiere.

Das zentralamerikanische Naturparadies zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Süden ist von unglaublicher Schönheit. Und nicht nur die macht Costa Rica zum idealen Urlaubsziel mit 365 Tagen Saison.

Musterland des nachhaltigen Tourismus

Dieser Reiseführer ist der passende Guide für eine Individualreise durch Costa Rica

Der liebe Gott muss einen äußerst großzügigen Moment gehabt haben, als er ein Fleckchen Land beschenkte, das nur 0,03 Prozent der Erdoberfläche ausmacht.

Mit gerade mal 51.100 Quadratkilometern ist Costa Rica nur unwesentlich größer als die Schweiz, aber der Artenreichtum des kleinen Landes ist gigantisch: was hier lebt, macht sagenhafte fünf Prozent der gesamten Flora und Fauna des Planeten aus. Ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz - das macht Costa Rica zum Musterland des nachhaltigen Ökotourismus.

Beeindruckende Zahlen dazu: Bereits 2015 kamen 99 Prozent des benötigten Stroms dort aus erneuerbaren Energien, und schon 2021 will Costa Rica als erstes Land der Welt kohlendioxid-neutral sein. Auf dem Weg dorthin wurden inzwischen mehr als 300 Unternehmen für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet.

Costa Rica, gelobtes Land. Unterteilt in sieben Provinzen, jede mit eigenem Charme und Reiz. Sie zu entdecken, ist das perfekte Drehbuch für Roadtrips mit dem Mietwagen. Dazu fünf nützliche Hinweise für eventuelle Bedenkenträger: 1. Der Global Peace Index adelt Costa Rica als eines der sichersten Reiseländer Lateinamerikas. 2. Die Gefahr, sich in Costa Rica zu verfahren, ist zu vernachlässigen. Das Straßennetz ist weit verzweigt, die Beschilderung hervorragend. Außerdem haben die meisten Mietwagen ein Navigationssystem.

3. Auch wer im Hauptberuf nicht Umweltschützer ist, kann im Costa-Rica-Urlaub Gutes tun. Die Autovermieter bieten Programme zur Kompensation des CO2-Ausstoßes des Mietwagens an. Vorbildlich!

4. Zusätzlich zum Koffer unbedingt einen Rucksack für Touren mitnehmen. 5. Wenigstens einmal einen Tourguide buchen. Die Reiseführer sind nicht nur sprachlich fit (Englisch immer, Deutsch häufig), sondern auch wandelnde Lexika, die alles über Kultur und Natur ihrer Heimat wissen.

Es ist die landschaftliche Vielfalt, die Costa Rica so reich macht: Nationalparks mit üppigen Regen- und Trockenwäldern wechseln sich ab mit dichten Mangrovensümpfen und mystischen Bergnebelwäldern. An der Pazifikküste faszinieren weite, einsame Strände. Im karibischen Tiefland trifft tropischer Regenwald auf unberührte Urlaubersehnsucht aus feinstem Sand.

Costa Rica ist auch das Land der Vulkane, es gibt neben rund hundert erloschenen noch einige aktive. Und nicht nur für Tierfreunde müssen die über 900 Vogelarten, Affen, Faultiere, Frösche sowie die geschützten Meeresschildkröten erwähnt werden, die jedes Jahr zur Eiablage an die Pazifik- und Atlantikküste kommen.

Wilde Gewässer und ruhige Strände

In dieser Umgebung finden auch Abenteuer- und Aktivurlauber ihr Dorado. Etwa beim Wildwasserrafting und auf Kajaktouren in reißenden Flüssen wie dem Río Pacuare. Freunde des Canyoning bezwingen riesige Wasserfälle, für Surfer und Taucher gibt es zahlreiche Hotspots im Atlantik und Pazifik.

Die Nationalparks und Vulkane wiederum sind wie geschaffen für Wanderer, Mountainbiker oder Pferdeliebhaber, während Bergsteiger gerne den höchsten Gipfel Costa Ricas im Nationalpark Chirripó in Angriff nehmen. Hängebrücken führen durch die Baumkronen des Regenwaldes, und wer den Thrill sucht, flitzt am Drahtseil hängend bei einer Canopy-Tour durch den Dschungel.

Karibik oder Pazifik? Strandurlauber können es sich aussuchen, denn von Küste zu Küste sind es nur 320 Kilometer. Schwarz oder weiß? Selbst die Wahl der Sandfarbe an kilometerlangen Stränden wird zur schönen Urlaubsqual. Die bekanntesten Pazifikstrände liegen in Guanacaste, Manuel Antonio oder auf der Nicoya-Halbinsel.

Die schönsten Buchten findet man in Bahía Drake, Golfo Dulce oder im Marino Ballena Nationalpark. Ach ja, Natur-Wellness gibt es auch: Wer einmal ein Bad in einer heißen Thermalquelle am Fuße eines Vulkans inmitten tropischer Vegetation genommen oder ein Peeling aus Vulkanschlamm genossen hat, wird sich ewig wohlig daran erinnern.

Pura Vida mit den Einheimischen teilen

Wer Costa Rica genießt und atmet, bekommt eine Vorstellung vom "Pura Vida"-Lebensgefühl. Pures Leben ist für die Menschen in einem friedlichen Land, in dem es keine Armee gibt, Lebensphilosophie. Die gastfreundlichen "Ticos" gehören auch deshalb zu den glücklichsten Menschen der Welt, weil sie ihr Glück gerne teilen.

Beim Turismo Rural erzählen Einheimische von ihrem Alltag, ihrer Kultur und ihren Traditionen. Etwa beim Besuch einer Kaffeeplantage im zentralen Hochland, wo Kaffeebauern die Produktion der Kaffeebohne "Grano de Oro" erklären, einer der weltweit besten.

Wer mag, pflückt sich die frischen Früchte auf einer Bananen- oder Ananasplantage selbst, geht auf kulinarische Entdeckungstour über lokale Märkte, oder feiert und tanzt mit den Ticos bei den zahlreichen Volksfesten mit dem Gefühl, immer willkommen zu sein. Auch das ist Reichtum - unbezahlbar.

Anreise: Direktflüge mit Condor ab Frankfurt und München zum Juan Santamaria International Airport in San José. Ab sofort fliegt auch Edelweiss ab Zürich nonstop nach Costa Rica. Die Flugzeit beträgt circa 12 Stunden. Umsteigeverbindungen mit Lufthanse (via Panama), Iberia (via Madrid), British Airways (via London) und Air France (via Paris) sowie mit anderen Airlines über die USA. Weitere Informationen: www.visitcostarica.com

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