Neue Studie: Immer mehr Gewalt durch Rechts- und Linksextreme sowie religiös Motivierte

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Rechtsextreme und Linksextreme gehen immer wieder aufeinander los. | Reuters Photographer / Reuters
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  • Die Zahl politisch motivierter Straftaten steigt laut einem Medienbericht seit Jahresbeginn
  • Insbesondere Rechtsextreme waren für die Straftaten verantwortlich

Es sind Daten, die beunruhigen: Seit Jahresbeginn ist die Zahl der politisch motivierten Straftaten klar angestiegen. Bereits im Januar kam es bundesweit zu 1226 Fällen. Im Folgemonat wurden 1436 Straftaten mit politischer Motivation gemeldet. Noch mehr waren es im März: 1669 Fälle.

Das geht aus einem Bericht der "Passauer Neuen Presse“ hervor. Die Zeitung beruft sich auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD.

Was auffällt: Die Straftaten kamen vom gesamten Spektrum der politisch und religiös motivierten Extremisten. Im März sei es zu 999 rechtsextrem motivierten Straftaten gekommen. Das ist ein Plus von 122 Fällen gegenüber Januar.

Rechtsextreme für Hasskriminalität und fremdenfeindliche Taten verantwortlich

Rechtsextremen waren insbesondere in Hasskriminalität (282) und fremdenfeindliche Taten (245) involviert.

Linksextreme waren im März für 367 Fälle verantwortlich, ein Anstieg um 140 gegenüber dem ersten Monat des Jahres, berichtet die "Passauer Neue Presse“.

Linke hauen gegen Rechte

Die Linksextremen waren insbesondere für Straftaten bei Konfrontationen mit rechtsextremen Gruppierungen verantwortlich.

Auch die von "ausländischen Ideologien" inspirierten Taten nahmen seit Jahresbeginn zu. Ihnen wurden "im vorvergangenen Monat 71 Straftaten zugeordnet, knapp 30 mehr als im Januar", schreibt die Zeitung.

Schlussendlich gab es auch eine Zunahme der Taten mit religiösem Hintergrund. "Hier ging es von 38 im Januar auf 68 Fälle im März hoch", berichtet die "Passauer Neue Presse“.

Und: "Erstmals in diesem Jahr wurden im März drei Menschen durch politisch motivierte Taten getötet. Dabei handelte es sich um Gewalt, die durch religiöse Ideologie motiviert war."

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(ll)