Navy-Seal nennt den grausamen Grund, warum nie Bilder von bin Ladens Leiche gezeigt wurden

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OSAMA BIN LADEN
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Der Mann, der den Terroristen Osama bin Laden getötet haben soll, erklärt in einem einem neuen Buch, warum die Bilder der Leiche nie veröffentlicht wurden.

"The Operator: Firing the Shots that Killed Bin Laden" ist bereits das zweite Buch des Navy-Seals Robert O’Neill zu dem Einsatz im Mai 2011, bei dem der der Terrorist starb.

"Ich schickte eine zweite Kugel in seinen Kopf. Versicherung"

Darin schreibt er, dass die Leiche des Terroristen von den Soldaten übel zugerichtet worden war.

O’Neill erinnert sich in dem Buch an den Moment, als er bin Laden bei einem nächtlichen Einsatz in Pakisten gegenübertrat. Eine Frau habe sich vor den Terroristen gestellt.

O’Neill schreibt, er habe trotzdem gefeuert. Er feuerte über die Schulter der Frau und traf den Kopf des Islamisten. "Bin Ladens Kopf wurde gespalten und er fiel. Ich schickte eine zweite Kugel in seinen Kopf. Versicherung", schrieb der Soldat.

"Canoeing" ist ein grausames Ritual der Navy-Seals

Die US-Soldaten hatten nun ein Problem. Um ihre Vorgesetzten zu überzeugen, dass sie wirklich bin Laden getötet hatten, mussten sie ein Bild des Terroristen machen. Sie drückten dazu die Hälften des gespaltenen Kopfes zusammen.

Als eine CIA-Analystin die übel zugerichtete Leiche des Terroristen gesehen hatte, soll sie gesagt haben: "Oh, ich werde mich wohl nach einem neuen Job umsehen müssen."

O’Neills Schilderungen dürften Gerüchten neue Nahrung geben, dass das Seals-Team die Leiche bin Ladens verstümmelt hat.

Schon ein Bericht von "The Intercept" hatte O’Neill vorgeworfen, bei der Tötung bin Ladens unnötige Gewalt angewendet zu haben. Bei den Navy-Seals sei es ein grausames Ritual gewesen, Gegner so zu erschießen, dass ihr Kopf in einer V-Form gespalten wird. Die Soldaten nannten dieses Vorgehen "Canoeing" - Kanufahren.

Nach einem Bericht der von Special-Forces- Veteranen betriebenen Website SOFREP sollen die Soldaten sogar reihum auf die Leiche geschossen haben, sodass schließlich mehr als 100 Kugeln in dem Körper steckten.

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(pb)

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