Trump feuerte Justizministerin Yates - jetzt bringt sie ihn mit einer Aussage in Bedrängnis

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SALLY YATES
Trump feuerte Justizministerin Yates - jetzt bringt sie ihn mit einer Aussage in Bedrängnis | Jim Bourg / Reuters
Drucken
  • Eine Aussage der ehemaligen US-Justizministerin Sally Yates setzt Präsident Trump unter Druck
  • Sie sagt, sie haben ihn vor der Erpressbarkeit seines Nationalen Sicherheitsberaters gewarnt
  • Trump hatte zuvor behauptet, er sei darüber nicht informiert gewesen

Die Kontakte von Mitgliedern der Trump-Regierung zu Russland werden mehr und mehr zur Belastung für den US-Präsidenten. Jetzt setzte eine Aussage der früheren Justizministerin Sally Yates Donald Trump weiter unter Druck.

Sie hat nach eigenen Angaben das Weiße Haus nach dem Amtsantritt von Präsident Trump vor einer Erpressbarkeit des als Nationalen Sicherheitsberater vorgesehenen Michael Flynn gewarnt. Damit widerspricht sie einer Aussage des Präsidenten selbst.

Flynn hatte während des Wahlkampfes für Trump den russischen Botschafter getroffen. Da er zu diesem Zeitpunkt nicht Mitglied der Regierung war, war ihm dies nach US-Recht eigentlich untersagt. Er verschwieg diesen Kontakt und musste später deswegen zurücktreten.

"Man möchte nicht, dass der Sicherheitsberater von Russen beeinflusst wird"

Yates sagte am Montag in einer Anhörung eines Senatsausschusses in Washington, sie habe Trumps Berater Don McGahn am 26. Januar über Kontakte zum russischen Botschafter Sergej Kisljak informiert.

Auch der ehemalige Präsident Barack Obama soll Trump persönlich gewarnt haben - Trump wiegelt die Untersuchungen zu mutmaßlichen Russland-Kontakten jedoch ab.

Mehr zum Thema: Das Weiße Haus steht in Flammen: Warum Flynns Rücktritt für Trump brandgefährlich werden kann

Yates sagte vor dem Ausschuss, sie habe gesagt, was die Russen über Flynn wussten und dass Flynn Vizepräsident Mike Pence und andere über seine Russland-Kontakte im Unklaren gelassen habe.

"Wir hatten das Gefühl, dass es entscheidend war, diese Information an das Weiße Haus weiterzureichen", sagte Yates. "Um das Offensichtliche deutlich zu machen - man möchte nicht, dass der eigene Sicherheitsberater von Russen beeinflusst wird."

Trump feuerte Yates in den ersten Tagen seiner Amtszeit

Yates war damals geschäftsführende Justizministerin in der Übergangsphase von dem scheidenden Präsidenten Obama zu Trump. Sie wurde von Trump in den ersten Tagen seiner Amtszeit entlassen.

Ihre Aussage wurde mit Spannung erwartet, weil Trump noch vor Kurzem behauptet hatte, die Regierung Obama habe Flynn eine höchste Unbedenklichkeitsbestätigung ausgestellt, in der sie ihn nicht als Sicherheitsrisiko eingestuft habe.

Auch auf HuffPost:

Diese 9 Dinge kann jeder Deutsche tun, um Donald Trump zu stoppen

(sk)

Korrektur anregen