Erste Reaktionen auf die Wahl in Schleswig-Holstein: "Ergebnis der SPD muss enttäuschen"

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In Schleswig-Holstein deutet sich nach den ersten Hochrechnungen ein überraschend deutlicher Triumph der CDU an. Die SPD verliert mehrere Prozentpunkte, kommt nur noch auf 26,7 Prozent. Die Grünen triumphieren ebenfalls, kommen auf 12, 7 Prozent.

Die Ergebnisse der Hochrechnungen seht ihr auch im Video.

Der Grünen-Außenexperte Konstantin von Notz sagte der HuffPost: "Ich freue mich über das sehr starke Ergebnis der Grünen. Das liegt am tollen Landesverband, einem selbstbewussten Wahlkampf und seriöser, ehrlicher grüner Regierungsarbeit. Das Ergebnis der SPD muss enttäuschen." Zu Koalitionen sagte von Notz, Schleswig-Holstein mache es spannend.

SPD-Spitzenkandidat Thorsten Albig erklärte vor laufenden Kameras: "Es war ein bitterer Wahlabend für die Sozialdemokratie. Wir haben unsere Wahlziele nicht erreicht und ein enttäuschendes Ergebnis eingefahren." Er könne noch nicht sagen, "was wir falsch gemacht haben".

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagte: "Das war ein trauriger Wahlabend für die SPD. Ich bin enttäuscht. Es macht auch keinen Zweck da rumzureden. Das geht unter die Haut."

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth kommentierte die Prognose bei Twitter mit nur einem Wort: "Schiet!"

Parteikollege Sören Bartol zeigte sich sprachlos. "Unfassbar", schrieb er bei Twitter.

Die SPD-Generalsekretärin Katarina Barley gab in der ARD, den Medien eine Teilschuld an der Niederlage ihrer Partei. Diese hätten nicht über die Wahlkampfauftritte von Kanzlerkandidat Martin Schulz berichtet.

Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck sagte: "Für die Grünen ein bombiges Ergebnis. Vielleicht ist es das Ende des Abgesangs auf die Grünen." Auch Grünen-Chef Cem Özdemir sieht das ähnlich. "Die Berichterstattung klang wie Abgesang auf Grüne Themen. Heute haben wir gezeigt, dass das nicht so ist", sagte Özdemir im ZDF.

CDU-Frau Kristina Schröder schrieb bei Twitter: "Schwarz-Gelb klar vor Rot-Rot-Grün. Was für eine Ausgangslage für die Bundestagswahl!"

Der Junge-Union-Chef Paul Ziemiak sagte der HuffPost: "2:0 für die CDU. Martin Schulz merkt jetzt, dass er Worthülsen zwar seine Partei, aber nicht die Wähler begeistern kann. Wenn Wahlkampf wie Fußball ist, dann erleben wir in NRW in einer Woche das 3 zu 0."

Auch CDU-Vizefraktionsvorsitzende Julia Klöckner schrieb: "Großartig, herzlichen Glückwunsch, lieber @DGuenther_CDUSH ! #Regierungsauftrag Und gut, dass die AfD niedrig geblieben ist."

Jens Spahn von der CDU sagte: "Rot-Rot-Grün wird reihenweise abgewählt". Generalsekretär Peter Tauber erklärte triumphierend, die SPD sei "abgewählt". "Die Leute in Schleswig-Holstein wollen, dass Daniel Günther der nächste Ministerpräsident wird", sagte Tauber.

FDP-Chef Christian Lindner sprach von einem "großartigen Vertrauensbeweis für Wolfgang Kubicki“. Die Landtagswahl sei ein "Signal für ein Comeback der FDP. Laut ersten Prognosen können die Liberalen mehr als drei Prozentpunkte zulegen, liegen über 11 Prozent.

AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen gab sich ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis: "Es sind keine einfachen Bedingungen in Schleswig-Holstein und aus diesen Bedingungen heraus in einen Landtag einzuziehen ist schon ein Erfolg."

Es gebe für unterschiedliche Parteien in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Bedingungen. Die AfD habe in anderen Bundesländern starke Ergebnisse erzielt. "Und mit diesem Schwung wird die AfD in die Bundestagswahl gehen."

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