Nichtwähler als größte Fraktion: "Welt" analysiert das "ehrliche" Wahlergebnis in Schleswig-Holstein

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GNTHER
dpa
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  • Bezieht man die Nichtwähler in das Wahlergebnis von Schleswig-Holstein mit ein, ergibt sich ein anderes Bild
  • Nicht die CDU wäre die stärkste Fraktion, sondern die Gruppe der Nichtwähler

Es ist eine Grafik, die einen bislang weniger beleuchteten Aspekt des Wahlergebnisses in Schleswig-Holstein zeigt: Bezieht man die Zahl der Nichtwähler mit ein, liegen diese als stärkste Fraktion noch deutlich vor der CDU.

Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2012 zwar von 60 auf 66 Prozent. Dennoch haben mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten nicht abgestimmt. Wäre diese Gruppe als Fraktion im Landtag vertreten, würde dies die Machtverhältnisse gewaltig verschieben.

Regierungsmehrheit nur mit einer GroKo-Deluxe

Die AfD würde laut Berechnungen der "Welt" an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Auf die CDU entfielen nur noch knapp 22 Prozent der Stimmen, auf die SPD 17,4 Prozent. So viele haben tatsächlich die Parteien gewählt. Eine Regierungsmehrheit käme nur mit einer GroKo plus Grüne oder FDP zustande.

Die gewaltige Zahl der Nichtwähler zeigt auch, dass sich eine gewaltige Bevölkerungsgruppe von der Politik abgewendet hat. Sie glaubt entweder, mit ihrer Stimme nichts bewirken zu können - oder fühlen sich in in der Politik nicht vertreten.

Hoffentlich vergessen die Parteien nicht, in Zukunft auch diesen Menschen wieder mehr Gehör zu schenken.

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