Landtagswahl in Schleswig-Holstein: SPD schwach - CDU überraschend stark

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  • Die CDU liegt bei der Landtagswahl in Schleswig-Holsten mit deutlich über 30 Prozent klar vor der SPD
  • Damit deutet sich ein Debakel für Ministerpräsident Torsten Albig an
  • Die AfD könnte an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern

Überraschendes Ergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Nach der Hochrechnung von "Infratest" von 19.20 Uhr liegt die CDU mit 33,3 Prozent klar vorn. Die SPD kommt nur auf rund 26,5 Prozent. Dahinter liegen die Grünen mit 13,0 Prozent, die FDP bei etwa 10,8 Prozent und die AfD mit knapp 5,5 Prozent . Die SSW liegt bei 3,4 Prozent. Die Linke zieht mit 3,3 Prozent nicht in den Landtag ein.

Für die CDU würde ein solches Ergebnis einen Anstieg um drei Prozent im Vergleich zur Wahl 2012 (30,8 Prozent) bedeuten, die SPD müsste einen Verlust von rund 4 Prozentpunkten einstecken (2012: 30,4 Prozent).

Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner sagte im NDR-Fernsehen: "Das ist ein bitterer Abend für die SPD. Ich will das nicht beschönigen." Die SPD dürfe jetzt nicht so tun, als sei sie Wahlgewinner. "Das ist sie nicht", sagte Stegner. Er nahm aber den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz in Schutz. ""Woran es nicht gelegen hat, ist der Bundestrend", sagte Stegner.

Die Grünen erzielen ein etwas niedrigeres Ergebnis wie 2012, das bei 13,2 Prozent lag. Die FDP hingegen könnte mit einem solchen Ergebnis zwei Prozentpunkte hinzugewinnen (2012: 8,2 Prozent).

Mehr zum Thema: Die Landtagswahl in Schleswig-Holstein im Live-Blog

Dass das Rennen zwischen Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und Daniel Günther (CDU) knapp werden würde, hatte sich bereits abgezeichnet.

Doch jetzt droht der SPD ein Debakel. Eine Fortsetzung der Koalition zwischen SPD und Grünen sowie der Partei der dänischen und friesischen Minderheit SSW steht nach den derzeitigen Prognosen auf der Kippe.

Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen oder Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP denkbar

Umso überraschender das möglicherweise gute Abschneiden der CDU. Die Umfragen haben die Partei mit dem bislang eher unbekannten Daniel Günther nicht so deutlich vorn gesehen. Die AfD ist deutlich schwächer als die Umfragen vermuten ließen.

Sollte es tatsächlich für eine Neuauflage der jetzigen Koalition nicht reichen, kämen mehrere neue Varianten infrage.

Eine sogenannte Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen könnte Torsten Albig als Ministerpräsidenten im Amt halten.

Ebenso wäre ein sogenanntes Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP oder eine Große Koalition aus SPD und CDU denkbar.

Mehr dazu in Kürze bei der HuffPost.

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