Frankreich-Wahl im Live-Blog - Macron will Spaltung der Gesellschaft verhindern

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Die Präsidentschaftswahl in Frankreich im Live-Blog - In den Übersee-Gebieten liegt Macron klar vorne | Philippe Wojazer / Reuters
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  • In der Stichwahl um die Präsidentschaft in Frankreich verliert die Rechtspopulistin Marine Le Pen gegen den pro-europäischen Mitte-Links-Kandidaten Emmanuel Macron
  • Macron liegt mit 65,1 Prozent deutlich vor Le Pen, die 34,9 Prozent erreicht
  • Die letzten Wahllokale wurden um 20.00 Uhr geschlossen
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Präsidentschaftswahl im Live-Blog der HuffPost

In der Stichwahl der französischen Präsidentenwahl standen sich die Rechtspopulistin Marine Le Pen und der pro-europäische Mitte-Links-Kandidat Emmanuel Macron gegenüber. Der 39-jährige Ex-Wirtschaftsminister hatte seinen in letzten Umfragen deutlichen Vorsprung vor seiner rechtspopulistischen Stichwahlgegnerin Le Pen auch am Wahlabend behalten und erhielt nach ersten offiziellen Prognosen 65,1 Prozent der Stimmen.

22:51 Uhr: Macron hält Siegesrede vor dem Louvre

Emmanuel Macron hat seine Siegesrede in Paris gehalten. "Heute Abend habt ihr es geschafft! Habt ihr den Sieg geschafft, hat Frankreich gewonnen", rief er der Menge zu. "Sie haben uns gesagt, es ist unmöglich. Aber: Die kennen halt Frankreich nicht!"

Er bedankte sich bei seinen Wählern, richtete sich aber auch an die Wähle Le Pens: "Sie haben ausgedrückt, dass sie zornig sind, verzweifelt. Aber ich respektiere diese Menschen. Ich werde alles dafür tun, dass sie in 5 Jahren keinen Grund mehr haben, für die Extremisten zu stimmen."

Macron beschwor die Einigkeit Frankreichs: "Ich trete für die Versöhnung zwischen den Lagern ein. Und ich werde euch mit Kraft und Demut und Stärke dienen. Ich werde euch im Namen unseres Mottos dienen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit."

22:24 Uhr: Menschen mit geringeren Einkommen wählten eher Le Pen

Eine Umfrage unter französischen Wählern zeigt, wie groß die Rolle des Einkommens der Franzosen bei der Wahl war. Der neue Präsident Macron wird demnach zwar auch ein Präsident der ärmeren Schichten sein. Doch zeigt sich anhand der Daten, dass ein geringeres Einkommen oft auch mit einer Stimme für Marine Le Pen verbunden war.

So wählten 45 Prozent der Franzosen mit einem Einkommen von weniger als 1250 Euro im Monat die Rechtspopulistin.

21:52 Uhr: Niedrigste Wahlbeteiligung seit 1969

26 Prozent der Franzosen sind nicht zur Wahl gegangen. Das ist der höchste Wert seit fast 50 Jahren. Im Jahr 1969 waren es sogar über 31 Prozent gewesen, die nicht beim zweiten Wahlgang der Präsidentenwahl abstimmten.

21:42 Uhr: Trump-Regierung gratuliert Macron - mit zwei Zeilen Text

In Europa ist die Freude über den Sieg von Emmanuel Macron bei vielen Politikern und Regierungen überschwänglich. In den USA fällt die Reaktion aus dem Weißen Haus sehr verhalten aus. Die US-Regierung versandte eine bloß zweizeilige Pressemitteilung. "Wir gratulieren dem gewählten Präsidenten Macron und den Franzosen", steht darin.

Donald Trump gilt als Fan der Rechtspopulistin Marine Le Pen.

21:30 Uhr: Macron will Spaltung der französischen Gesellschaft verhindern

Der künftige französische Präsident Emmanuel Macron hat nach seinem Wahlsieg versprochen, mit aller Kraft gegen die Spaltungen der französischen Gesellschaft zu kämpfen. "Ich kenne die Wut, die Angst, die Zweifel, die ein großer Teil von Ihnen ausgedrückt hat", sagte Macron am Sonntagabend mit Blick auf das Wahlergebnis.

"Ein neues Kapitel unserer langen Geschichte beginnt heute Abend, sagte Macron in einer Ansprache in seiner Wahlkampfzentrale, die live im Fernsehen übertragen wurde. "Ich will, dass es das der Hoffnung und des wiedergefundenen Vertrauens ist."

20:30 Uhr: Emmanuel Macron: "Sieg markiert ein neues Kapitel"

Emmanuel Macron sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Heute beginnt ein neues Kapitel in unserer langen Geschichte. Ich will, dass es ein Kapitel voller Hoffnung und neuem Vertrauen wird."

Mit seinem Wahlsieg ist der 39-jährige Emmanuel Macron der jüngste Präsident der französischen Geschichte. Bislang war dies Louis-Napoléon Bonaparte, der einzige Präsident der zweiten französischen Republik (1848-1852). Der Neffe von Napoleon I. war 40 Jahre alt, als er zum Präsidenten gewählt wurde. Macron ist außerdem der jüngste Staatschef in Frankreich seit eben diesem Napoleon I.: Der berühmte Feldherr war 34, als er sich zum König von Frankreich krönen ließ.

20:22 Uhr: Bundesregierungssprecher Steffen Seibert bezeichnet Sieg Macrons als Sieg für Europa

Regierungssprecher Steffen Seibert beglückwünscht Emmanuel Macron zum Sieg. "Ihr Sieg ist ein Sieg für ein starkes geeintes Europa und für die deutsch-französische Freundschaft."

20:15 Uhr:

20:15 Uhr: Marine Le Pen beglückwunscht Emmanuel Macron zum Sieg

Macrons Kontrahentin Marine Le Pen beglückwünschte ihn in einer ersten Reaktion zum Sieg. "Ich habe mit ihm telefoniert und ihm Erfolg gewünscht, angesichts der großen Herausforderungen, vor denen Frankreich steht", sagte sie.

Das Ergebnis der Wahl sei historisch. Die Franzosen hätten den Front National zur stärksten Oppositionspartei des Landes gemacht. "Die Parteien, die die politische Landschaft bisher bestimmt haben, haben sich schon im ersten Wahlgang selbst diskreditiert", sagte Le Pen. Die politische Landschaft Frankreichs sei aufgewühlt worden.

Le Pen sagte, sie mache sich Sorgen angesichts der nächsten fünf Jahre. Bei der nächsten Präsidentschaftswahl "werde ich mich an die Spitze derer stellen, die die Sicherheit, Freiheit und das soziale Modell Frankreichs verteidigen wollen", kündigte sie an.

20:00 Uhr: Erste offizielle Prognosen sehen Emmanuel Macron als klaren Sieger

Er war der klare Favorit - und laut den ersten offiziellen Prognosen wird er der neue Präsident der Franzosen: Emmanuel Macron. Der unabhängige Kandidat und Anführer der sozialen Bewegung "En Marche" besiegt demnach die Rechtspopulistin Marine Le Pen deutlich.

Demnach erhielt Macron 65,1 Prozent der Stimmen. Le Pen erhielt 34,9 Prozent.

19:51 Uhr: Medien boykottieren Veranstaltung von Le Pen

Frankreichs größte Zeitung "Le Monde" will die Wahlabend-Feier der Front National boykottieren. Der Boykott ist eine Reaktion auf den Ausschluss der linken Zeitung "Libération" von der Veranstaltung.

Auch die Agentur Bloomberg will nicht von dem Wahl-Event des Front National berichten.

19:40 Uhr: Belgische Zeitung legt sich fest: "Macron ist Präsident"

Laut "Le Soir" ist Macron der nächste französische Staatspräsident. Dem Ergebnis der Exit-Polls zufolge liege der Liberale mit 62,5 Prozent deutlich vor Marine Le Pen.

lesoir

19:04 Uhr: Die große Macht des französischen Präsidenten

Das Amt des französischen Regierungschefs ist wohl das mächtigste in Europa. Der Präsident Frankreichs wird für fünf Jahre gewählt. Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Landes, hat die Kontrolle über die Atomwaffen Frankreichs und das letzte Wort in der Außenpolitik.

Der Präsident Frankreichs kann zudem Referenden veranlassen, ohne das Parlament um Zustimmung zu bitten und bei einer "Bedrohung der nationalen Sicherheit" durch Notstandsdekrete direkt regieren. Er kann zudem das Parlament einmal pro Jahr auflösen, Gesetze vorschlagen - und diese zur Not auch ohne Zustimmung des Parlaments durchdrücken.

18:41 Uhr: Macron wird nach Verkündung des Ergebnisses vor dem Louvre auftreten

Die ersten Prognosen sehen Emmanuel Macron als Sieger der Präsidentschaftswahl. Der unabhängige Kandidat wird nach Ende des Wahlgangs vor dem Louvre auftreten - und womöglich seinen Sieg feiern. Noch ist der Platz abgesperrt und leer. Außer einigen Journalisten ist noch niemand vor Ort.

18:14 Uhr: Plakate von Le Pen in Paris verunstaltet

Eigentlich ist es verboten, die Plakate von Präsidentschaftskandidaten am Wahltag abzuhängen oder gar zu beschädigen. In Paris ließen sich einige jedoch nicht davon abhalten, ihren Unmut gegenüber der Rechtspopulistin Le Pen kundzutun. HuffPost-Autor Leonhard Landes fand an mehreren Orten verunstaltete Plakate der Front-National-Politikerin vor.

le pen paris

17:50 Uhr: Macron ist jetzt bei über 62 Prozent...

... berichtet die belgische Zeitung "Le Soir". Die Zahl bezieht sich auf Nachwahl-Umfragen, die von verschiedenen Instituten erhoben wurden.

17:45 Uhr: Wahlbeteiligung ist niedrig

Es ist ungewöhnlich, dass die Wahlbeteiligung in der Stichwahl niedriger ist, als in der ersten Runde.

France-24-Journalistin Florence Villeminot spricht von einer "sehr geringen" Beteiligung.

16:59 Uhr: Wahlbeteiligung liegt um 17 Uhr bei 65,3 Prozent

Die Wahlbeteiligung ist noch immer geringer als in der ersten Runde der Abstimmung. 65,3 Prozent der Wahlberechtigten sind bis 17 Uhr an die Urne getreten, berichtet "Le Monde".

Zum Vergleich: Im ersten Wahlgang lag die Beteiligung zur selben Zeit bei 69,42 Prozent.

16:35 Uhr: Macron-Lager schon in Feierlaune?

16:07 Uhr: Exit-Polls sehen Macron bei über 60 Prozent

Die belgische Zeitung "Le Soir" berichtet, erste Exit-Polls würden Macron bei über 60 Prozent sehen. Die Daten beruhen auf den Ergebnissen von drei verschiedenen Umfrageinstituten.

15:44 Uhr: Erste Ergebnisse aus Frankreich

Die belgische Zeitung "Le Soir" veröffentlicht erste Ergebnisse aus den Überseestaaten. Dort liegt Macron klar vorne. Die Gebiete wählen jedoch traditionell ohnehin eher links.

Saint-Pierre-et-Miquelon: Macron, 63,3% / Le Pen, 36,7 %
Saint-Barth: Macron, 58,4 % / Le Pen, 41,6 %
Saint-Martin: Macron, 67,6 % / Le Pen, 32,4 %
Guadeloupe: Macron, 75,1 % / Le Pen, 24,9 %
Martinique: Macron, 77,5 % / Le Pen, 22,5 %
Guyane: Macron, 65 % / Le Pen, 35 %

New York:
Macron, 94,7% / Le Pen, 5,3 %
Chicago / Midwest: Macron, 92% / Le Pen, 8%
Boston: Macron, 95,7% / Le Pen, 4,3 %
Ottawa et Montréal: Macron, 90% / Le Pen, 10 %

15:28 Uhr: Macron-Leaks sollen keinen Einfluss auf die Wahl haben

Der Pariser BBC-Korrespondent Hugh Schofield glaubt, die gestern geleakten Dokumente, die Kandidat Macron diskreditieren sollen, werden keinen Einfluss auf das Wahlergebnis haben.

Die Papiere seien in den sozialen Netzwerken auch nicht weit verbreitet worden.

15:06 Uhr: Mann stirbt im Wahllokal

Traurige Szenen spielten sich in einem Pariser Vorort: Wie "Le Parisien" berichtet ist in einem Wahllkokal in Draveil ein 89-jähriger Mann verstorben. Er soll unter Schmerzen in der Brust gelitten haben und kollabierte. Das Wahllokal musste für eine Stunde geschlossen werden.

14:02 Uhr: Jean-Marie Le Pen attackiert seine Tochter

Jean-Marie Le Pen findet am Wahlsonntag harte Worte über seine Tochter. "Sie hat Charakter, daran mangelt es ihr nicht. Aber man braucht auch andere Qualitäten", so Le Pen gegenüber der britischen "Sunday Times". Auch wenn er wolle, dass seine jüngste Tochter gewinnt, wäre er auch nicht traurig, sollte sie eine Niederlage erleiden.

13:28 Uhr: Vorplatz des Louvre kurzzeitig gesperrt

Aus Sicherheitsgründen wurde der Vorplatz des Louvre kurzzeitig gesperrt. Wie "Focus Online" berichtet, handelt es sich dabei lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme. Nur der Teil des Platzes, der heute Abend für die Presse reserviert ist, ist von der Sperrung betroffen. Touristen können weiterhin auf den Vorplatz.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin ging es dabei um eine Sicherheitskontrolle, wie sie etwa beim Fund verdächtiger Gegenstände in der französischen Hauptstadt Routine ist.

Was in diesem Fall konkret der Anlass war, sagte sie am Nachmittag nicht. Es gebe allerdings erst einmal nichts Alarmierendes. Die Polizeipräfektur gab kurz darauf auf Twitter Entwarnung: "Abschluss der Überprüfungen, Rückkehr zur Normalität."

12:28 Uhr: Wahlbeteiligung ähnlich wie im ersten Durchgang vor zwei Wochen

In den ersten Stunden haben ähnlich viele Menschen abgestimmt wie im ersten Durchgang vor zwei Wochen. Bei regnerischem Wetter in großen Teilen des Landes lag die Beteiligung bis zum Mittag nach Angaben des Innenministeriums bei 28,2 Prozent der Wähler. Das ist fast genau so viel wie im ersten Wahlgang vor zwei Wochen, als im gleichen Zeitraum knapp 28,5 Prozent der Wähler ins Wahllokal gegangen waren.

Am Ende lag die Wahlbeteiligung damals bei 77,8 Prozent. Allerdings war die Beteiligung damit im Vergleich zu früheren Stichwahlen eher verhalten. 2007 gaben in der zweiten Runde bis mittags schon 34,1 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, 2012 waren es 30,7 Prozent.

Die letzten Wahllokale schließen am Abend um 20.00 Uhr, dann werden auch erste Hochrechnungen erwartet.

Mehr zum Thema: HuffPost-Umfrage: Franzosen finden Macron glaubwürdiger als Le Pen

Die französischen Überseegebiete, die teils schon am Samstag votiert hatten, sind bei dem Zwischenstand vom Sonntag nicht eingerechnet. Sie machen aber nur einen sehr kleinen Teil der Gesamtwählerschaft aus.

11:09 Uhr: Marine Le Pen hat im nordfranzösischen Hénin-Beaumont ihre Stimme abgegeben

Die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen gab ihre Stimme am Sonntagvormittag im nordfranzösischen Hénin-Beaumont ab, einer Hochburg ihrer Partei Front National (FN).

In der Stadt hatte Le Pen im ersten Wahlgang vor zwei Wochen 46,5 Prozent der Stimmen erhalten, landesweit waren es nur 21,3 Prozent. Später sollte Le Pen sich nach Paris begeben.

Den Wahlabend verbringt sie in einem Veranstaltungsort im Bois de Vincennes, einem der beiden Pariser Stadtwälder.

Die Vorsitzende des Front National will im Fall eines Wahlsiegs eine Volksabstimmung über den Verbleib Frankreichs in der EU organisieren und den Euro als gängiges Zahlungsmittel abschaffen. Dass sie nächste Staatschefin werden könnte, ist deswegen für viele Menschen in anderen EU-Staaten eine Horrorvorstellung.

10:59 Uhr: Emmanuel Macron hat in Le Touquet gewählt

Le Pen tritt in der Stichwahl gegen den sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron an, der den ersten Wahlgang mit 24 Prozent gewonnen hatte und in letzten Umfragen für das Finale deutlich vorne lag. Auch er hat seine Stimme abgegeben.

Macron und seine Frau Brigitte wählten am Sonntagvormittag in ihrem Wahlkreis im nordfranzösischen Le Touquet am Ärmelkanal.

Der frühere Wirtschaftsminister und Investmentbanker Macron gilt hingegen als Hoffnungsträger der Pro-Europäer. Er will die französische Wirtschaft mit Reformen wettbewerbsfähiger machen, damit sich sein Land in der Globalisierung besser behaupten kann. Zudem strebt er eine enge Partnerschaft mit Deutschland an.

Macron war von 2014 bis 2016 Wirtschaftsminister unter dem amtierenden sozialistischen Staatschefs François Hollande, der nicht wieder antritt. Er wäre mit 39 Jahren der jüngste französische Präsident aller Zeiten und tritt unabhängig von den etablierten Parteien an.

Mehr zum Thema: Deutsche Politiker rechnen nach Macron-Hack mit ähnlichen Attacken im Bundestagswahlkampf

Für Frankreich beginnt mit der Wahl in jedem Fall eine neue politische Ära. Denn die Bewerber der traditionellen Regierungsparteien - Konservative und Sozialisten - waren schon im ersten Wahlgang vor zwei Wochen ausgeschieden. Die gemäßigten Kräfte der französischen Politik stellten sich anschließend hinter Macron, um eine mögliche Präsidentschaft Le Pens zu verhindern. Allerdings lehnen viele linke Wähler Macrons wirtschaftsfreundliche Linie ab.

Das Wahlwochenende wurde von der Veröffentlichung zahlreicher interner Dokumente aus dem Wahlkampf-Team Macrons überschattet. Seine Bewegung "En Marche!" erklärte, die Daten seien bei einer "massiven und koordinierten" Hacker-Attacke vor einigen Wochen gestohlen worden.

Die erbeuteten Dokumente seien alle legal und zeigten die normale Funktionsweise eines Wahlkampfs - es würden aber auch gefälschte Dokumente verbreitet. Wer hinter dem Cyberangriff steckt, blieb zunächst unklar. "En Marche!" erhob den Vorwurf, Ziel des Hacker-Angriffs sei eine Destabilisierung der Demokratie.

Mehr zum Thema: USA oder Russland - Wer hat die Dokumente von Präsidentschaftskandidat Macron geleakt?

Der offizielle Wahlkampf war in der Nacht zum Samstag zu Ende gegangen, am Wochenende gab es keine Kundgebungen mehr. Fernseh- und Radiointerviews mit den Kandidaten waren verboten, auch neue Umfrageergebnisse durften nicht mehr veröffentlicht werden.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Terrorgefahr waren landesweit mehr als 50 000 Polizisten im Einsatz. Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge. Erst Mitte April wurde bei einer Attacke auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées ein Polizist getötet.

10:37 Uhr: Rechtspopulisten in ganz Europa wünschen Le Pen viel Glück

Rechtspopulisten in ganz Europa wünschen Le Pen viel Glück. Darunter auch Norbert Hofer. Auf Twitter schrieb der ehemalige Bundespräsidentschaftskandidat der Freiheitlichen Partei Österreichs: “Ein gutes Ergebnis könnte ein Weckruf für Europa sein. Ich wünsche Marine Le Pen alles Gute!”.


Mit Material von dpa

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