Von der Leyen zu Bundeswehr-Skandalen: "Das Schlimmste kommt noch"

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  • Die Verteidigungsministerin erwartet weitere Bundeswehr-Skandale
  • Das sagte sie in der Sendung "Anne Will"
  • Sie gibt zu, dass sie das Problem zu lange unterschätzt habe

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erwartet kein rasches Ende der Serie von Bundswehr-Skandalen - im Gegenteil.

Ihrer Ansicht werden weitere schwere Fälle bekannt werden. "Es wird noch viel hochkommen, das ist gar keine Frage. Da warne ich auch gleich alle, dass wir uns da nicht zurücklehnen", sagte die CDU-Politikerin am Sonntag in der ARD-Talkshow "Anne Will".

Von der Leyen spricht von einem "Säuberungsprozess"

"Wir sind noch nicht durch das Schlimmste durch", sagte die Verteidigungsministerin. Auf die Frage, ob sie das Problem zu lange unterschätzt habe, antwortete sie: "Heute würde ich sagen, ja."

Notwendig sei, die Sensibilität dafür zu schärfen, was man verfolgen und ahnden müsse und was man in der Truppe tolerieren könne. Es müsse mit "aller Härte" und Offenheit aufgeklärt werden, sagte die Ministerin. "Aber es lohnt sich. Denn diese Truppe hat es verdient, auch dass wir diesen Säuberungs- und Reinigungsprozess miteinander durchleben."

Von der Leyen entschuldigte sich für ihre Äußerungen

Von der Leyen hatte nach den Enthüllungen in der Affäre um den rechtsextremen Bundeswehroffizier Franco A. gesagt, sie rechne mit dem Bekanntwerden weiterer rechtsextremer Vorfälle.

Von ihrer pauschalen Kritik an "Haltungsproblemen" in der Bundeswehr und einer verbreiteten "Führungsschwäche" rückte sie ein wenig ab. Sie habe sich bewusst bei den Soldatinnen und Soldaten entschuldigt und bereue, dass sie nicht genug betont habe, dass die ganz überwiegende Mehrheit loyal sei und einen hervorragenden Dienst mache.

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