SPD-Politiker will seiner Partei mit einem Facebook-Post helfen - und macht einen folgenschweren Fehler

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ANDREAS BREITNER
SPD-Politiker Breitner (links) will seiner Partei mit einem Facebook-Post helfen - und macht einen folgenschweren Fehler | dpa
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Das ging nach hinten los: Der ehemalige Kieler Innenminister Andreas Breitner wollte eigentlich nur seine Parteitreue zur SPD demonstrieren - doch hat er mit seiner Aktion den Sozialdemokraten geschadet.

Breitner postete einen Tag vor der Landestagswahl in Schleswig-Holstein ein Foto seines ausgefüllten Briefwahlzettels auf Facebook. Erst- und Zweitstimme gingen natürlich an Torsten Albig und seine SPD. Das berichtete die Zeitung "SHZ" am Freitag.

Stimme ungültig

Woran Breitner allerdings nicht gedacht hatte: Wer gegen die Geheimhaltung der Wahl verstößt, dessen Stimme wird nicht gezählt. Der zuständige Wahlleiter Tilo von Rügen bekam Wind von Breitners Aktion und erklärte die Stimme für ungültig.

Denn egal ob bei der Briefwahl oder im Wahllokal: Das deutsche Gesetz sieht vor, dass niemand Kenntnis davon bekommen darf, für wen ein Wähler seine Stimme gibt. Wird diese Auflage verletzt, verliert die Stimme ihren Wert.

In den aktuellen Umfragen liegt die SPD knapp hinter den Christdemokraten. Drei Prozentpunkte trennen die beiden Volksparteien voneinander. Das ergab eine Umfrage der "Forschungsgruppe Wahlen" im Auftrag des ZDFs.

Mehr zum Thema: Umfrage vor Landtagswahl: CDU überholt SPD in Schleswig-Holstein

Wenn die SPD das Ruder noch rumreißen will, muss sie sich schnell etwas einfallen lassen. Auf Andreas Breitners Stimme kann die Partei auf jeden Fall nicht mehr zählen.

Auf Twitter erntet Breitner für einen Fauxpas Spott. Die User meinen, gerade ein Mann in seiner Position hätte die Gesetze kenne sollen.

"Wählen gehen", frotzelt ein anderer, sei eben "gar nicht so einfach".

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(sk)

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