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06/05/2017 12:41 CEST | Aktualisiert 06/05/2017 12:41 CEST

Kölner Hauptbahnhof: Betrunkener flutet Polizeiwache - seine Ausrede ist legendär

Carsten Rust / Focus Online
Die Polizisten sind immer noch fassungslos.

Ein betrunkener Randalierer hat in der der Wache der Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof ganze Arbeit geleistet. Nachdem er am Montag festgenommen wurde, flutete er kurze Zeit später die kompletten Räume der Polizeistation.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, setzte die Begründung des Volltrunkenen der ganzen Sache noch die Krone auf.

Notbremse in S-Bahn gezogen

Nachdem der stark alkoholisierte 30-Jährige gegen 6.15 Uhr in einer am Bahnsteig stehenden S-Bahn die Notbremse gezogen hatte, flüchtete er in ein McCafé, in dem er kurz darauf einschlief.

Dort fanden ihn schließlich Mitarbeiter der DB-Sicherheit. Gemeinsam mit Beamten der Bundespolizei wurde der Betrunkenen zur Personalienfeststellung auf die Wache gebracht - mit fatalen Folgen.

Wasser marsch!

Die Beamten ließen den Mann, dessen Blutalkoholwerte bei 2.0 Promille lagen, nur kurz in einem videoüberwachten Durchsuchungsraum alleine, da passierte es auch schon.

Der Mann stieg auf einen Stuhl und riss einen Wassersprinkler aus der Decke. Die Anlage im gesamten Erdgeschoss löste daraufhin aus - sämtliche Räume der Wache wurden zeitgleich überflutet. Erst Minuten später gelang es den Beamten, die Anlage abzustellen.

Als die pitschnassen Polizisten den Betrunkenen zur Rede stellten, kam als Antwort eine unglaubliche Begründung: „Es ist dreckig hier, ich wollte ein bisschen saubermachen!“

Fassungslos brachten die Bundespolizisten den Chaoten in eine der "Nass“-Zellen unter. Dort holte ihn später dessen Lebensgefährtin ab.

200 Beamte müssen vorläufig umziehen

"Er bekommt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Missbrauchs von Nothilfe-Einrichtungen“, sagt Behördensprecherin Martina Dressler. "Wir können den Großteil der Räume im 300 Quadratmeter großen Erdgeschoss nicht mehr nutzen.“

Für die rund 200 Beamten, die im Wechseldienst am Hauptbahnhof arbeiten, hieß es daher am Freitag: Anpacken! Das Technische Hilfswerk (THW) lieferte zwei Container, die am Bahnhofsvorplatz aufgebaut wurden.

"Da ziehen wir jetzt ein“, sagte Dressler. Es wird Wochen dauern, bis die Schäden im Wert von mehreren 10.000 Euro behoben sind. Bis dahin müssen die Beamten mit den Container vorlieb nehmen.

(jz)

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