Ein ehemaliger Polizist hat einen blinden Jungen missbraucht - das Urteil ist ein Schlag ins Gesicht des Opfers

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MISSBRAUCH
Ein ehemaliger Polizist missbrauchte einen 12-jährigen Jungen in NRW | iStock
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Dieser Fall macht wütend: Ein pensionierter Polizist hat in Bensberg in Nordrhein-Westfalen einen blinden 12-Jährigen Jungen missbraucht. Unter der Dusche in einem öffentlichen Schwimmbad.

Jetzt musste sich der 73-jährige Rentner für die schreckliche Tat vor Gericht verantworten, wie die "Bergische Landeszeitung" berichtet. Das Urteil ist allerdings ein Schlag ins Gesicht des Opfers und seiner Familie.

Im Juni 2016 besuchte der ehemalige Polizist, der zu dem Zeitpunkt der Karatelehrer des Kindes war, das Kürtener Splashbad. Dort wollte er dem Jungen schwimmen beibringen. Im Anschluss an den Unterricht gingen beide gemeinsam unter die Dusche.

Dort soll es zu dem sexuellen Missbrauch gekommen sein.

Angeklagte ist sich "keiner Schuld bewusst"

Vor Gericht räumte der Angeklagte ein, die ihm vorgeworfene Tat begangen zu haben. Allerdings ist er sich "keiner Schuld bewusst".

Er behauptete vor Gericht, dem Jungen nur "spontan" die richtige Intimhygiene hätte beibringen wollen. Das einzige, das er bereute: Dass er den Jungen zwei Stunden später, als mit seiner Mutter verabredet, zuhause ablieferte.

Der Richter urteilte mild. Der ehemalige Polizist bekam eine Strafe von nur acht Monaten auf Bewährung. Außerdem muss er 1000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

Immerhin: Er darf sich drei Jahre lang keinen Kindern unter 14 Jahren nähern.

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(lp)

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