Eine Lidl-Kassiererin schildert ihren harten Alltag: "Davon habe ich mittlerweile sogar Albträume"

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KASSIERERIN
Kassiererin bei Lidl schildert, wie ihr Arbeitsalltag aussieht | iStock
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Bei jedem Einkauf blicken wir ihr in die Augen – und doch wissen die meisten von uns wenig über sie. Supermarkt-Kassiererinnen und Kassierer gehören zum Alltag der meisten Deutschen und werden dennoch selten gehört.

Auf dem Internetportal Reddit packt nun eine Lidl-Kasserin über ihren harten Arbeitsalltag aus.

Sie verrät, wovon sie mittlerweile sogar träumt.

"Amir28" nennt sich die Dame in dem Forum. Bei Lidl hat sie einen Nebenjob, den sie offenbar zu Beginn falsch eingeschätzt hatte: "War selber erstaunt, was für ein falsches Bild ich von dem Beruf hatte", schreibt sie.

"Produkte nicht hoch stapeln"

Eine Nutzerin fragt: Was genau können Kunden eigentlich machen, um der Kassiererin das Leben zu erleichtern?

Die Lidl-Mitarbeiterin postet daraufhin eine kleine Liste, an die sich jeder beim Einkauf halten kann.

  • Falls man mit Scheinen zahlt, den Schein auseinander falten, also nicht zugeknüllt abgeben.
  • Das Kleingeld nicht auf den "Tisch" knallen, sondern in die Hand geben. ("Ist meiner Ansicht nach respektvoll")
  • Produkte nicht in einem Karton auf das Band stellen, sodass man erstmal alles einzeln rausholen muss
  • Produkte nicht hoch stapeln (Das Band ist doch lang genug, warum ein Hochhaus bauen mit den Sachen?)

Die Kassenkraft gibt bei Reddit sogar zu, dass ihr der Beruf absolut keinen Spaß macht. Aber was stört sie eigentlich am meisten an ihrem Job?

"Teilweise muss man sich wirklich zusammenreißen"

"Am meisten nerven die Kunden und das Piepen. Teilweise muss man sich wirklich zusammenreißen, nicht einfach aufzustehen und abzuhauen. Vom Piepen des Scanners und des Pfandautomaten habe ich schon geträumt, glaube das tut meinen Ohren auch nicht ganz so gut", schildert die Supermarkt-Mitarbeiterin.

Vor allem unfreundliche Kunden machen der Frau zu schaffen. "Es gibt auch ab und zu Momente, wo ich ganz tief Luft holen musste, dass ich nicht ausfallend werde. Da brauch ich danach auch wieder 2 Minuten, um zu relaxen."

Aber: Sie betont, dass es "wirklich supernette, höfliche Menschen" gibt - und sich nicht alle in einen Topf schmeißen lassen.

Privat kauft sie woanders ein

Zum Schluss verrät sie noch, wo sie in ihrer Freizeit einkauft - und zwar nicht bei ihrem Arbeitgeber. Dort kaufe sie privat nur ein, wenn es schnell gehen soll. Ansonsten gibt sie ihr Geld bei Kaufland aus: "Weil ich gerne länger durch die Gänge laufe und mir alles angucke." Einen Mitarbeiterrabatt bekommt sie sowieso nicht.

Mehr zum Thema: Ein Brief an die unhöfliche Lidl-Kassiererin

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(lp)

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