Bundesanwaltschaft lässt IS-Verdächtigen in Sachsen festnehmen

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SEK
Das SEK durchsuchte die Wohnung des mutmaßliche IS-Kämpfers nach weiteren Hinweisen | Kai Pfaffenbach / Reuters
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  • Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen islamistischen Kämpfer festnehmen lassen
  • Ahmad A. wurde dem Ermittlungsrichter in Karlsruhe vorgeführt
  • Eine akute Terrorgefahr liegt nicht vor

Anti-Terror-Einsatz in Sachsen: Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag einen mutmaßlichen islamistischen Kämpfer festnehmen lassen. Er wurde am Freitag dem Ermittlungsrichter in Karlsruhe vorgeführt.

Der 29-jährige Syrer Ahmad A. soll im Bürgerkrieg in seiner Heimat eine Kampfeinheit der terroristischen Al-Nusra-Front angeführt haben. Nach Auseinandersetzungen zwischen der Al-Nusra-Front und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll er sich im Frühjahr 2013 dem IS angeschlossen haben. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mit.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es keine aktuelle terroristische Gefährdung.

SEK-Einsatz in Leipzig

Der 29-Jährige wurde am Donnerstag in Wachau nahe Leipzig festgenommen. Seine Wohnung wurde durchsucht. Der Anti-Terror-Einsatz dauerte von Donnerstagnachmittag bis zum Abend.

An dem Einsatz waren laut Bundesanwaltschaft neben sächsischen Polizisten auch bayerische LKA-Beamte beteiligt, darunter waren auch SEK-Beamte.

Der Bundesgerichtshof sprach den Haftbefehl aus

Die Einsatzkräfte vollstreckten einen Haftbefehl eines Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 3. Mai. Der Beschuldigte wird noch am Freitagmittag in Karlsruhe vorgeführt.

Der BGH-Richter wird ihm den Haftbefehl eröffnen und entscheiden, ob der Mann hinter Gitter kommt. Der Tatvorwurf lautet Mitgliedschaft in ausländischen Terrorvereinigungen.

Zunächst war in Sachsen von zwei Festnahmen die Rede gewesen. Das konnte die Bundesanwaltschaft aber nicht bestätigen. Offenbar waren bei der Festnahme aber mehrere Personen zugegen.

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