Böhmermann nimmt Xavier Naidoo böse aufs Korn: "Hurensöhne Mannheims"

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Satiriker Jan Böhmermann rechnet in einem Video für seine Sendung "Neo Magazin Royale" mit Musiker Xavier Naidoo ab. Es ist eine handwerklich extrem gut gemachte Parodie, inhaltlich hart, vielleicht grenzwertig.

Böhmermann stellt als Sänger der "Hurensöhne Mannheims" sein "Nicht antisemitisches Hit-Album" namens "Death to Israel" vor. Und singt zu den bekanntesten Songs Naidoos: "Wenn ein Lied meine Lippen verlässt, dann nur, damit du Wahrheit empfängst. Der Jud' ist schuld, das steht zu hundert Prozent fest."

Oder: "Dieses Land ist keine Republik, dieses Land ist ne GmbH. Wir sind nicht selbstbestimmt, denn wir haben einen Friedensvertrag."

Naidoo seit Langem in der Kritik

Der Hintergrund: Naidoo, dem Sänger der "Söhne Mannheims", wird seit Langem Nähe zu selbsternannten Reichsbürgern vorgeworfen, die Deutschland als Staat nicht anerkennen, weil er noch immer unter Besatzung stehe.

Erst Anfang des Monats war die Diskussion um die politische Haltung Naidoos wieder aufgeflammt, als er in seinem Lied "Marionetten" deutsche Politiker als "Volksverräter" attackierte.

Die Redaktion von "Neo Magazin Royale" schrieb zu dem Video ironisch: "Vor zwei Wochen veröffentlichte Xavier Naidoo gemeinsam mit den Söhnen Mannheims das politisch korrekteste Album des Jahres. (...) Wer nach den 16 sehr guten politischen Werken Xaviers noch nicht genug hat, kann sich jetzt besonders freuen: Ab sofort ist nämlich sein bisher ehrlichstes Album mit den Hurensöhnen Mannheims im ganzen Reich erhältlich."

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